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Oschatz Oschatzer Weihnachtsmarkt erntet Lob und Tadel
Region Oschatz Oschatzer Weihnachtsmarkt erntet Lob und Tadel
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15:46 19.03.2018
Schuhmacher Rocco Eichler verlegte seine Werkstatt am Weihnachtsmarkt-Wochenende auf den Kirchplatz und zeigte dort sein Handwerk.  Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

 Süßigkeiten, Streichelzoo, Karussellfahrten und Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium für Kinder – diese Mischung lockte am Sonnabend Margit und Jörg Schmidt aus Borna mit ihren Enkeln auf den Weihnachtsmarkt. Wie viele andere machten sie sich ein Bild vom neuen Konzept – und vielleicht einen Abstecher zur Modellbahnausstellung in der Stadthalle. Organisiert vom Modellbahnverein Glossen, lockte die Schau an zwei Tagen fast 500 Besucher an. „Wenn es die Rahmenbedingungen zulassen, machen wir das nächstes Jahr wieder“, bilanziert Wolfgang Topp vom Verein.

„Um Geld für wohltätige Zwecke einzunehmen und sich bekannter zu machen, beteiligte sich der Rotary Club Torgau-Oschatz Katharina von Bora mit einem Stand“, sagte der Sekretär des Clubs, Armin Möbius aus Collm. „Ob das Erste gelingt, werden wir sehen, das Zweite klappt auf jeden Fall.“

Wenige Verkaufsbuden mit Weihnachtsprodukten

Seine Ehefrau Ruth Möbius bedauert, dass es kaum Verkaufsbuden mit Weihnachtsprodukten gab und dass der neue Standort der Programmbühne neben dem Marktbrunnen ungünstig gewählt sei. „Dadurch entstand vor der Oschatz-Information eine große, ungenutzte Fläche und es wirkte so leer“. Diesen Kritikpunkt brachten auch der Marktbesucher Alexander Beck und Imker Steffen Winde an. Er bot Produkte rund um sein Metier an. Winde stellte fest, dass sich kulinarische Angebote im unteren Bereich ballten – und damit mehr Besucher dort verweilten, während die übrigen Verkaufsstände oberhalb davon abgeschnitten waren. Winde begrüßt, dass der Markt von fünf auf drei Tage reduziert wurde. „An den Wochentagen war der Umsatz bisher immer überschaubar gering“, sagt er. Nahezu unschlagbar sei der Oschatzer Markt bei den Händlerkonditionen. Ein wenig mehr Vielfalt bei den Verkaufsständen wäre eine Bereicherung, so der Ganziger, der heißen Honigwein als Alternative zu Glühwein ausschenkte.

Kurzfristige Händlerabsagen

Die Freifläche vor der Rathaustreppe sei notwendig gewesen, um den Weg zum Kirchplatz nicht zu versperren, erklärte Uta Moritz auf Nachfrage. Des Weiteren seien durch kurzfristige Händlerabsagen und Sturmschäden weniger Angebote da gewesen als ursprünglich geplant. Die Leiterin der Oschatzer Freizeitstätten GmbH hat den Markt gemeinsam mit anderen Partnern konzipiert und möchte die Bespielung des Kirchplatzes in den kommenden Jahren ausbauen. „Da ist noch Luft nach oben“, sagt sie. Beispielsweise könnte eines der Fahrgeschäfte kommendes Jahr oben stehen. Die klare Trennung zwischen Gastronomie und anderen Verkaufsständen erklärt sie mit den verschiedenen Zielgruppen. „Die einen wollen essen und Kultur genießen, die anderen einkaufen. Dem wollten wir mit dieser Trennung Rechnung tragen“.

Drei Weihachtsengel und zwei Wichtel gut angekommen

Durchweg positiv angekommen seien die drei Weihachtsengel und zwei Wichtel. „Die Kinder waren stets dicht umlagert und haben, gemeinsam mit unserem neuen Weihnachtsmann, für Aufsehen gesorgt.“ Auch die Kinder selbst seien voller Begeisterung bei der Sache gewesen.

Von Christian Kunze

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