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Oschatzer Whittaker-Double poliert Image der Autobauer auf

Achtung, Satire! Oschatzer Whittaker-Double poliert Image der Autobauer auf

Für Bahnfahrer und Radpiloten sieht es derzeit schlecht aus - wer wirklich mobil sein will, muss Auto fahren. Die Branche will raus aus dem Tief nach Abgasskandalen en masse. Das gelingt nur mit pfiffigem Marketing. Wir hätten da mal ein paar Tipps, wie der Absatz für die Dreckschleudern wieder gesteigert werden kann.

Roger-Whittaker-Double Wolf Junghannß singt gegen die Automobilflaute an – und beginnt damit in seiner Heimatstadt Oschatz.

Quelle: Sven Bartsch

Oschatz/Mügeln. Die Deutsche Bahn und die Verkehrswacht in Oschatz wurden in dieser Woche Opfer von Anschlägen, Vandalismus und Diebstahl. Zugausfälle und Einbußen bei der Radfahrausbildung am Collm sind die Folge. Für die ehrenamtlichen Verkehrserzieher steht nach dem Einbruch in den Container an der Döllnitzhalle gar die Existenz auf dem Spiel.

Beides ist nicht zufällig geschehen. Die Verantwortlichen dahinter sollen Lobbyisten und Vertreter der Automobilindustrie sein. Die Branche bangt nach Schlagzeilen um Schummelsoftware und manipulierte Abgaswerte um ihren Absatz. Wer Bahn- und Radfahrern ins Handwerk pfuscht, sorgt dafür, dass mehr Autos gebraucht, gekauft und gefahren werden. Nun wissen Sie auch, warum es entlang der S 31 bei Mügeln noch keinen Radweg gibt. Kein Wunder, dass sie in Mügeln viel lieber auf dem guten alten SR 2 fahren.

Dabei gibt es doch viel bessere Methoden, Menschen für das Autofahren zu begeistern. Es genügt nicht, Gymnasiasten am genial-sozialen Tag Karossen wienern zu lassen, um das Image aufzupolieren. Statt dessen sollte man die Mitglieder der Wohnungsgenossenschaft Oschatz-Mügeln dazu animieren, statt Wohnungen mit Balkon verstärkt solche mit Pkw-Stellplatz anzubieten. Und dann fehlt es den PS-starken Luftverschmutzern nach wie vor an einem bekannten Zugpferd, das für die Vorzüge des Autofahrens wirbt. Fragen wir doch mal Wolf Junghannß. Der schmettert nicht nur Roger-Whittaker-Hits, sondern hat jetzt sogar Zeit, Bücher zu schreiben. Wenn der sogar bis nach Japan bekannte Oschatzer statt von „Albany“ und „Eloisa“ künftig nur noch von Allradantrieb und elektrischen Fensterhebern singt, dann steigen die Verkaufszahlen bekannter Autohersteller ganz von alleine wieder an.

Von Christian Kunze

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