Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Oschatzer Wohnstätten GmbH: Geschäftsführer verteidigt Baumfällungen an Friedensstraße
Region Oschatz Oschatzer Wohnstätten GmbH: Geschäftsführer verteidigt Baumfällungen an Friedensstraße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:43 05.12.2018
Baumfällungen unweit von Wohnungen veranlasste jetzt die Oschatzer Wohnstätten GmbH Quelle: Andre Kempner
Oschatz

Am 10. Dezember endet bei der Oschatzer Wohnstätten GmbH das analoge Zeitalter – wenigstens, was den Empfang des Fernsehprogramms angeht. „Mit der Umstellung gibt es dann nur noch digitales Fernsehen“, so Geschäftsführer Marc Etzold. Die meisten Mieter hätten ohnehin schon umgestellt, von der Änderung seien nur wenige betroffen. Eine vollständige Digitalisierung werde man – mit Blick auf die ältere Mieterschaft – allerdings nicht vornehmen. Neben der Internetseite und den E-Mails setzt das Wohnungsunternehmen nach wie vor auf die klassische Information. Telefon, Mieter-Magazin, Sprechstunde, Aushänge, Notfallpläne und natürlich Pressemitteilungen sind nicht wegzudenken aus dem Alltag von Mietern und Vermieter, so der Geschäftsführer.

Schrittweise Modernisierung

Was sich in Sachen Neubau und Investitionen tut, ist ohnehin in den meisten Fällen sichtbar. Gerade fanden archäologische Untersuchungen auf dem Areal des Neubaus am Mühlgraben, Ecke Badergasse/An der Döllnitz statt. Ehe dort gebaut wird, die 13 neuen Wohnungen vermietbar und bezugsfertig sind, wird noch einige Zeit vergehen. Mit der Fertigstellung und Vermietung ist nicht vor 2020 zu rechnen. Im Vorfeld gab es seitens des Stadtrats einigen Widerstand gegen das Vorhaben. Nicht alle waren mit den insgesamt elf Ausnahmen von der geltenden Gestaltungssatzung einverstanden.

So wird der Neubau An der Döllnitz aussehen. Quelle: Oschatzer Wohnstätten GmbH

Die schrittweise Modernisierung ist im Zuge des Neubaus und der Sanierung von Wohnraum unumgänglich, argumentiert Geschäftsführer Etzold. „Natürlich gilt es, in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde, historische Bausubstanz zu erhalten, wie etwa zuletzt in der Reithausstraße. Aber wir müssen auch Platz für neues schaffen und dürfen uns dem nicht versperren“, argumentiert er.Ein teilweise neues Gesicht bekommen auch die Wohnungen in der Karl-Liebknecht-Straße, Friedrich-Naumann-Promenade und der Straße der Einheit sowie der Goethestraße und der Friedensstraße. Dort wurden und werden neue Balkone und Terrassen angebaut. „Neben dem barrierefreien Zugang ist das einer der wesentlichen Trends und Wünsche auf dem Wohnungsmarkt“, hat der Geschäftsführer festgestellt.

Bäume nach Sturm gefällt

Nicht unbeobachtet geblieben ist auch die Fällung mehrerer Bäume im Bereich Friedensstraße/Bundesstraße 6. Uta Schmidt, Stadträtin für die Grünen in Oschatz, hakte hier nach, weshalb diese Gehölze weichen mussten. Marc Etzold begründet dies auf Nachfrage der OAZ mit den Folgen der zurückliegenden Stürme. „Wir können nicht ausschließen, dass die Bäume durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogen, umstürzen oder Äste verlieren, die Schäden an unseren Objekten verursachen, oder noch schlimmer, Passanten verletzen können“, sagt Etzold. Auch das Wurzelwerk von Bäumen könne Leitungen im Untergrund beschädigen, so herrsche Bedarf, zu handeln.

Geschäftsführer Marc Etzold offeriert offene Wohnungsangebote. Quelle: Christian Kunze

Mitte des Jahres kündigte der Wohnstätten-Chef an, zur Schaffung neuen Wohnraums im Stadtgebiet künftig auch darüber nachzudenken, leerstehende oder ungenutzte Gewerbeimmobilien in Betracht zu ziehen und entsprechend umzubauen. Dies geschieht bereits in Bälde mit einer leerstehenden Zahnarztpraxis und anderen leeren Gewerberäumen in der Grenzstraße und im Bereich Hellmichweg, Praschwitzer Weg, An der Molkerei und Friedensstraße. Investiert wird in der nächsten Zeit zudem in den Außenbereich der Wohnungen im Hans-Schmorl-Hof und der Promenade sowie Theodor-Körner-Straße 9. Notwendig sind auch Änderungen bei den Zufahrten, etwa um die Rettungswege für geänderte Abmessungen bei Rettungsfahrzeugen zu gewährleisten.

Von Christian Kunze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Oschatzer Härtwig-Oberschule ist jetzt barrierefrei. OBM Andreas Kretschmar durfte jetzt den Schulaufzug in Betrieb nehmen. Der Einbau und die Technik hatten rund 600 000 Euro gekostet. Für den Einbau wurden rund neun Monate benötigt.

04.12.2018

Mehr Rahmenprogramm, größere Aufmerksamkeit für Autos und ein neuer Termin. Die nächste Oschatzer Blechnacht im Stadtzentrum wird vorbereitet. Die Werbegemeinschaft plant unter anderem einen Laufsteg für die neuesten Modelle.

04.12.2018

Das Christbaumschmücken des Heimatvereins Wellerswalde ist vorerst gerettet. Die Verwertungsgesellschaft Gema hat eine Verdopplung der Lizenzgebühren auf Eis gelegt.

04.12.2018