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Oschatzer fahren mit dem Dampfer ab Seußlitz

Schifffahrt Oschatzer fahren mit dem Dampfer ab Seußlitz

Zu Ostern startete die Sächsische Dampfschifffahrt in die neue Saison. Die morgendliche Fahrt von Meißen nach Dresden wurde wegen mangelnder Nachfrage aus dem Fahrplan gestrichen. Dafür unterbreitet die Flotte jenen Gästen, die kürzere Fahrten wünschen, mehr Angebote.

Auf dem Dampfer Dresden wird am 2. Juli das Jubiläum seiner Indienststellung vor 90 Jahren gefeiert.

Quelle: Axel Kaminski

Dresden/Seußlitz. Zu Ostern startete die Sächsische Dampfschifffahrt (SDS) in die neue Saison. Die morgendliche Fahrt von Meißen nach Dresden wurde wegen mangelnder Nachfrage aus dem Fahrplan gestrichen. Dafür unterbreitet die Flotte jenen Gästen, die kürzere Fahrten wünschen, mehr Angebote.

Wer aus der Region Oschatz einen Ausflug mit einem historischen Schaufelraddampfer erleben will, muss zumindest bis Seußlitz fahren. Der Weinbauort ist und bleibt Endpunkt der Linie „Sächsische Weinstraße“. Auf dieser wird allerdings erst am 2. Mai wieder der Betrieb aufgenommen. Bis zum 16. Oktober fährt dann dienstags bis sonntags und an Feiertagen, jeweils 13.30 Uhr ein Dampfschiff nach Dresden ab.

Wer schon in der Nebensaison bis Ende April mit einem der schwimmenden technischen Denkmale auf der Elbe fahren möchte, findet am Dresdener Terrassenufer die nächstgelegene Zustiegsstelle. Schlösserfahrten nach Pillnitz und zurück, die Stadtrundfahrten zu Wasser ohne Zwischenhalt sowie die Touren in die Sächsische Schweiz werden seit Gründonnerstag wieder angeboten.

„Unsere Gäste bevorzugen kürzere Ausflüge. Deshalb haben wir die Fahrt von Meißen nach Dresden aus dem Programm gestrichen, bieten aber in Dresden täglich eine Stadtrundfahrt mehr an“, erläuterte SDS-Geschäftsführerin Karin Hildebrand. „Wir halten weiter an den Tarfifzonen fest. Sie haben sich bewährt. Auf diesen Linienfahrten wird es keine Preiserhöhungen geben“, sagte Katja Novotny, Leiterin des Vertriebes bei der SDS. Teurer würden lediglich die Stadtrundfahrten zu Wasser.

Bewährt hätten sich ebenfalls die Kombitickets mit dem Verkehrsverbund Oberelbe. Davon seien 2015 rund 15 000 Stück verkauft worden. Auch sie kommen dem Trend nach kurzen Schiffsausflügen entgegen. Diese Fahrscheine ermöglichen, eine Strecke mit dem Schiff zu fahren und die Rückfahrt mit dem Bus oder der Dresdener S-Bahn zu absolvieren. Das ist auch in umgekehrter Reihenfolge möglich. Erhältlich seien diese Fahrscheine an allen Verkaufsstellen der Sächsischen Dampfschifffahrt, an Bord der Schiffe, aber auch im Kundenzentrum der Verkehrsgesellschaft Meißen am Busbahnhof Meißen oder in den Buslinien Nünchritz-Diesbar-Meißen und Riesa-Neuhirschstein-Meißen.

Katja Novotny kündigte für diese Saison weitere Kooperationen an. Ziel sei, Touristen und Tagesausflüglern in Dresden interessante Angebote zu unterbreiten, die eine Fahrt mit dem Dampfschiff beinhalten. So könne ab dieser Saison die Stadtrundfahrt zu Wasser mit einem Aufstieg zur Kuppel der Frauenkirche, einem Besuch im Residenzschloss oder dem Rundgang durch Schloss und Park Pillnitz als Kombination gebucht werden. Über weitere „Doppelpacks“ verhandele man.

Die aktuelle Saison hält, wie der SDS-marketingverantwortliche Robert Rausch informierte, eine Reihe von Jubiläen bereit. Aus Anlass des 180-jährigen Bestehens der Flotte werde es am 8. Juli eine Gründerfahrt geben. Aus diesem Anlass erscheine außerdem eine Sonderbriefmarke. Runde „Geburtstage“ feiere man in diesem Jahr auf den Dampfern Pillnitz, Kurort Rathen und Dresden. Sie seien vor 130, 120 beziehungsweise 90 Jahren in Dienst gestellt worden.

Eine Neuerung kündigte zum Saisonbeginn auch Jeffrey Pötzsch, einer der Geschäftsführer des Catererers Elbezeit, einer 100-prozentigen Tochter der SDS, an. „Wir gewähren Inhabern von Jahreskarten der Sächsischen Dampfschifffahrt 15 Prozent Rabatt auf ihren gesamten Verzehr an Bord der Schiffe“ erläuterte er. Dank der Elbezeit, die auch am Flughafen Dresden aktiv ist und zu Ostern die Afrika Lodge im Zoo Dresden eröffnet hat, fiel die Gesamtbilanz der SDS im vergangenen Jahr nicht so schlecht aus, wie der um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunkene Fahrscheinverkauf der Flotte vermuten ließe. Monatelang niedriger Wasserstand und aus diesem Grund gekürzte sowie abgesagte Fahrten ließen 2015 die Passagierzahlen einbrechen.

„Natürlich erwarte ich für die aktuelle Saison wieder einen Fahrscheinverkauf wie 2014, möglichst plus X. Aber wir sind eine dem Wasser und dem Wetter ausgesetzte Branche“, unterstrich Karin Hildebrand. Mit einem „Abendbrotschiff, Mondscheinfahrten, Oktoberfesten, einer Schlagernacht und anderen Veranstaltungen an Bord möchte man verschiedene Interessen der Fahrgäste bedienen und neue Gäste anlocken.

Von Axel Kaminski

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