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Oschatz Oschatzer fechten mit Ex-Bundestrainer
Region Oschatz Oschatzer fechten mit Ex-Bundestrainer
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16:17 08.04.2013

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Zu einem Trainingslager für die A- und B-Jugend, also Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahre, hatten der Oschatzer Fechtverein 1990 sowie der Fechtclub Moers 1950 (FC Moers) aus Nordrhein-Westfalen eingeladen.

Von Julia Wagner

Der Einladung folgten 26 junge Fechter aus Moers, Oschatz, aber auch Schkeuditz, Görlitz und Radebeul. Initiiert wurde das Trainingslager von Bundestrainer Herbert Wagner vom Leistungsstützpunkt in Moers. Da er selbst bis zur Wende 20 Jahre in Oschatz als Trainer gearbeitet hat, zog es ihn zum zweiten Mal zu einem Trainingslager in die Döllnitzstadt.

Der Lehrgang sollte der Vorbereitung auf die bevorstehenden Deutschen Meisterschaften im Fechten dienen. Als Trainingsmittel kamen dabei Wettkämpfe mit und ohne Aufgabenstellung, Einzellektionen und Paar- sowie Gruppenlektionen zum Einsatz. Besonderen Wert legte Trainer Herbert Wagner auch auf spezielle Kraft- und Konditionsübungen sowie Beinarbeit unter dem Aspekt der Rhythmisierung und Schnelligkeit. Er erwartete weiterhin Disziplin und hohe Einsatzbereitschaft.

Die Jugendlichen trainierten an fünf Tagen von 9 bis 21 Uhr mit einem strukturierten Tagesplan. Auf dem Programm standen Laufschule, Gymnastik, Dehnung, Beinarbeit, spezielle Koordination, Freifechten, Trainingswett-kämpfe in Leistungsgruppen, Spiele und vieles mehr. Die Trainingseinheiten von 90 bis 120 Minuten wurden von größeren und kleineren Pausen unterbrochen, in denen sich engagierte Vertreter des Oschatzer Fechtvereins um die Verpflegung und das Wohl der jungen Fechter kümmerten.

"Die Oschatzer haben alles Mögliche getan. Jedoch fehlt mir von anderen Vereinen die Unterstützung. Das Trainingslager war sachsenweit ausgeschrieben, traf aber außerhalb von Oschatz scheinbar auf wenig Resonanz", bedauerte Bundestrainer Wagner. Dabei gäbe es in kleineren Vereinen oftmals große Defizite. "Für uns war es eher kontraproduktiv, da irgendwo auch die Konkurrenz fehlt. Wir helfen natürlich gern, wobei ich mir für die 650 Kilometer weite Anreise etwas mehr Zuspruch erhofft hatte", schätzte er weiter ein. Bei seinem Training setzte der Trainer auf Konsequenz, Härte und Disziplin als leitende Grundsätze und hat damit auch schon Olympiasieger und Weltmeister im Fechten hervorgebracht.

Auch für die Moerser Fechter ist das Trainingslager etwas Besonderes. "Normalerweise trainieren wir an vier Tagen die Woche jeweils zwei Stunden. Hier sind es täglich über acht Stunden, womit man intensiv an Technik, Kondition und Kraft feilen kann. Außerdem kommen wir mit ganz anderen Leuten zusammen", freuten sich Sabrina Welting und Nele Dischhäuser vom FC Moers. "Es ist unglaublich anstrengend, aber spaßig", so Richard Biedermann vom Fechtverein in Oschatz.

"Das ist eine gute Gelegenheit für die Oschatzer Fechter, sich mit anderen zu messen und die eigene Leistungsfähigkeit zu überprüfen. Wir freuen uns sehr, dass Herbert Wagner da ist und unserem Sport dadurch etwas mehr Bedeutung und damit auch Popularität für Oschatz beigemessen wird", schätzte Christian Fischer, Vorsitzender des Sächsischen Fechtvereins Oschatz, ein.

Julia Wagner

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