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Oschatz Oschatzer geben Moped-Führerschein mit 15 gute Noten
Region Oschatz Oschatzer geben Moped-Führerschein mit 15 gute Noten
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14:46 23.02.2018
21.02.2018, Sachsen, Leipzig: Ein Simson Motorrad aus der DDR ist in der Ausstellung «Alles nach Plan? Formgestaltung in der DDR» im Zeitgeschichtlichen Forum zu sehen. «Alles nach Plan? Formgestaltung in der DDR» ist die neue Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig. 300 Alltagsgegenstände vom Plaste-Eierbecher bis zum Simson-Moped und ein Bob zeigen Klassiker des DDR-Designs und dokumentieren die Arbeit ihrer Gestalter. (zu dpa «Gold-Bob und Plaste-Eierbecher: Ausstellung zur DDR-Formgestaltung» vom 21.02.2018) Foto: Niklas Tolkamp/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: dpa
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Oschatz

Die Befristung für das Modellprojekt „Moped ab 15“ sollte eigentlich Ende April ablaufen. Das Projekt ermöglicht Jugendlichen ab 15 Jahren die Fahrerlaubnis der Klasse AM (Kleinkrafträder, Mopeds und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge). Nun gab das Bundesverkehrsministerium bekannt, dass das Modellprojekt nun um weitere zwei Jahre verlängert wird. Das sorgt in Oschatz überwiegend für positive Resonanz.

Auf dem Weg zur Lehre ein Vorteil

„Zu meiner Zeit, als ich den Moped-Führerschein gemacht habe, war ich auch 15 Jahre. Uns hat es gut getan. Warum sollte es also nicht auch den heutigen Jugendlichen gut tun? Sie sind beweglicher. Gerade in Hinsicht auf den Weg zur Lehre ist das ein Vorteil“, sagt Henry Schomaker von der Oschatzer Verkehrswacht. Gerade in der ländlichen Regionen gäbe es dringenden Bedarf an Mobilität. „Im Interesse der örtlichen Bindung junger Menschen ist die Erhöhung der Mobilität für mich ein wichtiges Kriterium, den Wegzug dieser Bevölkerungsgruppe zu verhindern“, so der Bundestagsabgeordnete Marian Wendt (CDU). Dem stimmt auch Wilfried Steinicke aus Terpitz zu. Er ist Fahrlehrer in der Fahrschule Hofmann in Oschatz. „Ich denke, die Fahrschüler sind heutzutage in dem Alter pflichtbewusst und sammeln so Praxiserfahrungen für den späteren Pkw-Führerschein. Man merkt das Vorwissen bei der Praxis. Sie müssen sich nicht mehr so angestrengt auf die Theorie konzentrieren.“ Er ergänzt, dass die damaligen Pkw-Führerscheine automatisch die Erlaubnis beinhalteten, ein Moped zu nutzen. „Und das auch ohne Praxiserfahrungen. Wenn die Fahrschüler heute den Moped-Führerschein mit 15 machen, haben sie richtigen Unterricht, Fahrstunden und müssen eine Prüfung ablegen. Das ist doch viel sicherer, als die Erlaubnis geschenkt zu bekommen.“ Es seien einige Jugendliche, die dieses Angebot auch tatsächlich annehmen.

Von Kristin Engel

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