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Oschatzer sammeln Fahrräder für Afrika

Hilfsaktion Oschatzer sammeln Fahrräder für Afrika

Zwei Mal pro Jahr geht von Oschatz aus eine Containerladung Fahrräder auf den Weg nach Afrika. In den Staaten des schwarzen Kontinents ist das Rad Fortbewegungsmittel Nummer 1. Fast 5000 Stück haben Johannes Wolf und seine Mitstreiter bereits verschifft. Jetzt unterstützen sie eine weitere, von Dresden ausgehende Initiative für Afrika.

Bereit zum Abtransport: Eine Containerladung Fahrräder aus Oschatz.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz/Dresden/togo/ghana. Fahrräder für Afrika – unter diesen drei eingängigen Schlagworten leistet Johannes Wolf seit sechs Jahren Großes. Der Oschatzer hat einen Verein gleichen Namens ins Leben gerufen, der auf dem schwarzen Kontinent Entwicklungshilfe der mobilen Art leistet. Mit dem Sammeln und Verschiffen von Fahrrädern, der Unterstützung und dem Aufbau von Fahrrad-Werkstätten vor Ort hat sich dieses Ehrenamt einen Namen gemacht – über die Grenzen der Region hinaus. Hintergrund: Das Fahrrad ist in Afrika das Verkehrsmittel Nummer Eins.

Jetzt wurde wieder ein Container mit 400 Rädern aus Oschatz und dem Umland voll geladen. Es ist der zwölfte Transport dieser Größenordnung. Und dieses Mal haben neben Bruder Clemens und Vater Andreas neue Helfer mit angepackt – neben einer Hand voll in Oschatz lebender Flüchtlinge waren Julia Heupel und Rick Wolthusen vom Dresdener Verein „On the move“ dabei. Die ehrenamtliche Kooperation fußt zum einen auf dem gleichen Wirkungsgebiet, zum anderen im Vereinszweck. „On the move“ (deutsch „unterwegs“ oder „immer in Bewegung“) unterstützt Menschen in Afrika, die an psychischen Erkrankungen leiden. „Noch stärker als auf anderen Kontinenten ist eine Erkrankung der Psyche in den afrikanischen Ländern mit einer Stigmatisierung verbunden. Durch verschiedene Projekte wollen wir dem entgegen wirken“, sagt Julia Heupel vom Verein „On the move“.

Als eine Maßnahme zur besseren Eingliederung ihres Klientels in die Gesellschaft sehen die Mitstreiter von On the Move in der Berufsausbildung, die es den Menschen später ermöglicht, wiederum andere Menschen anzuleiten. Hier kreuzen sich die Wege mit dem Projekt „Fahrräder für Afrika“. Fahrräder selbst reparieren und anderen zeigen, wie es geht – das ist eine kostbare Fertigkeit – nicht nur in Togo, wo die letzen beiden Containerladungen aus Oschatz ankamen.

Inzwischen erreichen den Verein Fahrräder für Afrika Anfragen aus ganz Deutschland, weil sich Menschen mit Spenden beteiligen wollen. Auch Hersteller von Gepäckträgern und Fahrradtaschen beteiligen sich mit Ausstattung. Von den Fahrrädern aus Deutschland profitieren mehrere Berufsgruppen, unter anderem Lehrer, die sich mit ihnen auf den Weg in die Schulen machen, wo sie unterrichten, nennt Johannes Wolf einen Schwerpunkt.

Von Christian Kunze

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