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Oschatzer siegen im Bundesfinale von „Jugend musiziert“ in Paderborn

Erfolg Oschatzer siegen im Bundesfinale von „Jugend musiziert“ in Paderborn

Zwei Flügel, acht Hände und einige Hilfsmittel braucht es zum Gelingen des zwanzigminütigen Stücks „Farben und Muster“. Mit Bravour gemeistert haben das vier junge Oschatzer. Die Musikschüler Laura Kopsch, Anton Schmidt, Theo Wünsche und Vannina Horbas sind Bundessieger beim Wettbewerb „Jugend musiziert.“

Die spannendesten 20 Minuten im Leben der vier Oschatzer Vannina Horbas, Theo Wünsche, Laura Kopsch und Anton Schmidt: Der Auftritt beim Bundesfinale von „Jugend musiziert“ in Paderborn.

Quelle: EnviaM

Oschatz/Paderborn. Erfolg für die Kreismusikschule Heinrich Schütz: Die vier Piano-Schüler Laura Kopsch (16), Vannina Horbas (17), Anton Schmidt (16) und Theo Wünsche (18) sind Bundessieger des 54. Wettbewerbs Jugend musiziert, der kürzlich in Paderbon stattfand. Mit dem eigens für sie komponierten 20-minütigen Stück in der Kategorie „Neue Musik“ setzten sie sich gegen 17 weitere Ensembles in ihrer Altersklasse durch.

Zum dritten Mal nahmen Schüler aus Oschatz am Bundesfinale teil, einen Sieg gab es bisher noch nicht. Klavierlehrerin Juliane Tautz ist dementsprechend stolz auf das Quartett, das in mehrerlei Hinsicht für Aufsehen bei dem Wettbewerb gesorgt hatte. Schließlich werden für das 20-minütige Werk, finanziert von der Sächsischen Kulturstiftung und Energieversorger EnviaM und komponiert von der Berlinerin Susanne Stelzenbach, neben den zwei Flügeln und acht Händen auch noch Fäden und Gummibälle benötigt, um die Saiten zum Schwingen zu bringen. Beim Bundeswettbewerb und bei allen Vorausscheiden mangelte es dann jedoch an etwas ganz anderem. „Überall musste für unseren Auftritt noch ein vierter Stuhl organisiert werden, damit alle sitzen können – und das obwohl in der Anmeldung vier Spieler vermerkt sind“, erzählt Tautz. Experimentell ging es auch bei den übrigen Beiträgen zu. Da zuhören zu können, sei eine Bereicherung für die Vier gewesen.

Die Juroren und auch das Publikum zeigten sich beeindruckt vom Können der Oschatzer. „Wir haben die Spannung aufrecht erhalten während des gesamten Spiels“, hat Juliane Tautz beobachtet. Nicht wenige haben sich einen Mitschnitt ihres Auftritts gesichert, während die vier Pianisten selbst keinen Eindruck davon haben, wie sich die Komposition mit dem Titel „Farben und Muster“ anhört. „Man ist während des Auftritts viel zu sehr auf sich selbst konzentriert, als darauf zu achten“, erklärt Laura Kopsch. Hinzu kam das enorme Lampenfieber, was bei den jungen Musikern erst während des Spielens langsam nachließ. „Wir wussten ja überhaupt nicht, wie die Jury das aufnehmen wird. Denn einig sind sich alle, die es hören, nur darin, dass es schon ziemlich schräg klingt“, sagt Theo Wünsche.

Schräg im positiven Sinne – das kam bei der Jury offenbar gut an. Das Quartett erspielte sich die höchstmögliche Punktzahl. Vielleicht hat auch den Ausschlag gegeben, dass die Oschatzer als nahezu einzige Kandidaten auf technische Unterstützung verzichtet und mit klassischem, akustischen Klavierspiel überzeugt haben, mutmaßt Laura Kopsch zum Erfolgsgeheimnis. Darüber nachzugrübeln, liegt den jungen Talenten allerdings fern. Denn, da sind sie sich mit ihrer Lehrerin einig, viel wichtiger ist, dass sie das intensive Proben und die gemeinsame Bewältigung dieser Aufgabe näher zusammengebracht hat. „Wir haben vorher noch nie in dieser Konstellation gemeinsam gespielt und hatten nur wenige Wochen Zeit, uns aufeinander einzustimmen. Das hat aber super funktioniert“, schätzt Vannina Horbas ein.

Von Christian Kunze

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