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Oschatzer singen Weihnachtslieder zugunsten von Kindern und Müttern

Premiere auf dem Neumarkt Oschatzer singen Weihnachtslieder zugunsten von Kindern und Müttern

Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder: Am Sonnabendabend treffen sich auf dem Oschatzer Neumarkt fünf Chöre zum ersten Weihnachtsliedersingen. Die Initiatoren der Oschatzer Werbegemeinschaft sammeln für einen guten Zweck und hoffen auf viele stimmgewaltige Mitsänger.

Zahlreiche Chöre versammeln sich am Sonnabend auf dem Neumarkt Oschatz.

Quelle: dpa-Zentralbild

Oschatz. Stimmgewaltig wird es am Sonnabend auf dem Neumarkt. Beim ersten Oschatzer Weihnachtssingen sind viele Mitsänger gefragt. Dabei sind keinesfalls nur Profis aufgerufen mitzumachen, wie Katrin Hanel von der Werbegemeinschaft sagt. „Wir freuen uns über jeden, der gerne in Gesellschaft singt“. Keiner muss Lieder auswendig lernen. Gegen einen Obolus werden Textzettel und Kerzen verteilt. „Wir Deutsche sind ja Könige der ersten Strophe. Aber hier kann sich keiner rausreden, der meint, nicht textsicher zu sein“, so Hanel. Wer Angst vor einer trockenen Kehle hat, der kann ebenfalls beruhigt auf den Markt kommen. „Es gibt Glühwein, außerdem Kräppelchen und Bratwurst“.

Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen, wie alle übrigen Erlöse, einem gemeinnützigen Zweck zugute. Das sei neben dem Beisammensein das Hauptanliegen der Veranstaltung – Gutes tun im Advent und anderen damit helfen. Konkret sollen die Jungen, Mädchen und Mütter des Kinderheimes in Borna (Gemeinde Liebschützberg) unterstützt werden. „Sie sammeln für den Ersatz eines alten Swimmingpools“, so Hanel (wir berichteten). Die Oschatzer singen also im Winter für den Badespaß im Sommer. Wer möchte, kann direkt für das Kinderheim spenden. „Eine Box ist aufgestellt, die Kontoverbindung kann bei der Werbegemeinschaft erfragt werden“.

Und nicht nur eine Nachbargemeinde von Oschatz ist involviert. Zu den Chören, die am Sonnabend, ab 17 Uhr jeweils sechs Lieder zum Besten geben, gehört neben der Kantorei Oschatz, dem Oschatzer Lehrerchor, dem Jugendchor des Thomas-Mann-Gymnasiums und den Aegidien-Gospel-Singers auch der Kirchenchor der Nachbargemeinde Naundorf – organisiert vom Leubener Stadtrat Marek Schurig. Trotz der regen Beteiligung möchte die Werbegemeinschaft nicht, dass das ganze zur Massenveranstaltung wird. „Es gibt ja inzwischen Initiativen, die füllen mit dem gemeinsamen Singen ganze Fußballstadien. Das liegt uns fern“, sagt Katrin Hanel.

Aufgegriffen haben die Innenstadthändler mit dem Weihnachtssingen eine Anregung Steven Dornbuschs. Der führt neben dem Stadionsingen bei Union Berlin noch eine weitere Inspiration an: „In einem Schweizer Bergdorf erlebte ich während einer Tourneepause, wie neben den rund 600 Einwohnern noch einige Hundert weitere Sänger aus den Nachbarorten kamen. Tausend Sänger bekommen wir zur Premiere sicher nicht zusammen. Aber zwei-, dreihundert wären doch schon toll“, so Dornbusch.

Katrin Hanel ist sicher, dass für jeden Besucher eine bekannte Melodie dabei sein wird. Dass die Veranstaltung so breit aufgestellt ist, freut sie. Im Trubel kurz vor den Feiertagen noch einmal innehalten, sich austauschen, dazu habe jedermann am Sonnabend Gelegenheit. „Einige Innenstadthändler öffnen länger als üblich, so dass man noch Weihnachtsgeschenke besorgen oder bummeln kann“, wirbt sie.

Übrigens möchte die Werbegemeinschaft das Oschatzer Weihnachtssingen als Tradition etablieren – als Standardtermin an jeden 4. Adventssonnabend. Der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) ist Schirmherr der Veranstaltung.

Als erster wird Pfarrer Christof Jochem am Sonnabend seine Stimme erheben. Er liest im Rahmen des Leseadventskalenders eine kurze Geschichte für Kinder und Erwachsene – jedoch nicht, wie die anderen Vorleser in der Hütte, sondern auf der Bühne. Die übrigen Vorleser sorgten mit ihren Beiträgen für weihnachtliche Stimmung – wenn auch keine Schneeflocke über Oschatz fiel. Berthold Zehme spielte nicht nur etliche Weihnachtslieder auf der Blockflöte, er schüttelte mit den Kindern zudem die Decken der Lesehütte aus. Heraus kam aber nur Stroh. Grit Jähn krönte ihre Weihnachtsgeschichte mit dem Lied „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ – doch auch das brachte keine weiße Pracht. Jähn brauchte übrigens keine separate Lichtquelle in der Hütte, denn sie las ihren Text von einem Tablet ab. Vielleicht hat ja die nächste Vorleserin Sandra Zehme am Sonnabend um 17 Uhr mehr Glück oder ein Rezept für Schnee.

Von Christian Kunze

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