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Oschatz Oschatzer soll Mädchen in Quedlinburg sexuell missbraucht haben
Region Oschatz Oschatzer soll Mädchen in Quedlinburg sexuell missbraucht haben
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17:09 02.02.2015

Von Gabi Liebegall

Und einer dieser Männer soll ein 38-jähriger Mann gewesen sein, der heute in Oschatz wohnt. "Wir gehen von einem schweren Fall des Kindesmissbrauchs aus", sagte Oberstaatsanwalt Hauke Roggenbuck gestern gegenüber dieser Zeitung. Die Taten sollen im Zeitraum zwischen 2010 und Anfang 2014 passiert sein. "Anfangs war das Mädchen erst zehn Jahre alt", sagte der Jurist (wir berichteten).

In diesem Zusammenhang wird auch gegen den 38-jährigen Oschatzer ermittelt, der zum Tatzeitpunkt noch in Leipzig wohnte. Das bestätigte jetzt Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz, Sprecher des Landgerichtes Leipzig. Er informierte zudem, dass der Tatverdächtige bei der Polizei bereits einschlägig bekannt ist - und zwar wegen des Verbreitens kinderpornographischer Schriften. Doch darum geht es im Fall des Quedlinburger Mädchens nicht ausschließlich. Der Vorwurf lautet jetzt: Gemeinschaftlicher schwerer sexueller Missbrauch von Kindern und Verbreitung kinderpornographischer Schriften.

Und was hat die Staatsanwaltschaft Leipzig damit zu tun? "Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen diesen zum damaligen Zeitpunkt in Leipzig wohnhaften Mann ein Ermittlungsverfahren wegen des Tatvorwurfs des Erwerbs, des Besitzes und des Verbreitens kinderpornographischer Schriften geführt", so Schulz.

In diesem Zusammenhang habe es Hinweise gegeben, dass der damals Beschuldigte über Film- und Fotomaterial verfügte, das einen offensichtlich tatsächlich erfolgten schweren Kindesmissbrauch zum Gegenstand hatte. Dieses Material, das per Internet zum Verkauf angeboten worden sein soll, sei bei einer Durchsuchung sichergestellt worden. Die weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen führten zu dem zweiten jetzt mit angeschuldigten Mann aus Bremerhaven (66). Die Ermittlungen in Leipzig waren damit auch Ausgangspunkt der derzeit noch durch die Staatsanwaltschaft Magdeburg - Zweigstelle Halberstadt - geführten Ermittlungen gegen die Kindesmutter und gegen weitere Personen.

Gegenstand der Anklage jetzt am Landgericht in Leipzig ist nur ein Fall aus dem Frühjahr 2011, an dem der 38-Jährige beteiligt gewesen sein soll. Der Oschatzer und der 66-jährige Bremerhavener sollen laut Anklage im Frühjahr 2011 in einer Wohnung in Wernigerode ein damals zehn- und ein 15-jähriges Mädchen missbraucht und sie dabei gefilmt haben. Die Mutter der Zehnjährigen, die zugleich die Schwester des älteren Mädchens ist, soll die Kinder an die Männer für 800 Euro verkauft haben.

Die Staatsanwaltschaft in Halberstadt geht davon aus, dass gegen die beschuldigte Mutter in zwei bis drei Monaten Anklage erhoben werden kann. Sie wurde in Dresden verhaftet und sitzt seit Dezember des vergangenen Jahres in Untersuchungshaft.

Gabi Liebegall

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