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Oschatzer sprechen über den Islam

Diskussion Oschatzer sprechen über den Islam

Was unterscheidet den Islam von anderen Religionen und wie gehen Machthaber, normale Bürger und Anhänger des Glaubens damit um? Diese Fragen standen im Zentrum eines Informations- und Diskussionsabends des Oschatzer Bündnisses. Am Ende stand eine Frage im Raum, die den Fokus auf unsere Sicht zum Andersglaubenden richtet.

Der Islam ist für die meisten Einwohner der Region Oschatz ein Buch mit sieben Siegeln.

Quelle: LVZ

Oschatz. Im Zuge der Flüchtlingsströme aus muslimischen Staaten rückt der Islam verstärkt in den Fokus. Das Oschatzer Bündnis für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz hatte, gemeinsam mit dem E-Werk Oschatz, am Dienstagabend zu Information und Austausch über den Islam eingeladen. Ägyptologe Frank Steinmann lieferte historische Hintergründe und zog Parallelen zur Gegenwart. Florian Schmidt, der mehrere muslimische Länder bereiste, sprach über seine Erfahrungen mit den Menschen vor Ort.

Gründe für die radikale Wahrnehmung des Islam in der westlichen Welt ist aus Steinmanns Sicht die fehlende Trennung zwischen Kirche und Staat. „Es gibt vereinzelte Ansätze, dies zu ändern, aber das ist genau wie die Integration ein langwieriger, schwieriger Prozess“, so der Referent. Problematisch sei außerdem, dass Machthaber in den islamisch geprägten Staaten ihren Status nutzen, um mit der Religion als Vorwand andere Ziele zu erreichen, zum Beispiel Gebietsansprüche durchzusetzen.

Die entscheidende Frage sei, inwiefern die Glaubensanhänger bereit sind, radikale Wege mitzugehen. „Nicht jeder Muslim ist fanatischer Anhänger des islamischen Glaubens. Die menschliche Natur neigt nur dazu, sich zu einem extrem zu bekennen und sich dieser Denk- und Handlungsweise anzuschließen.“

Florian Schmidt zeichnete anhand seiner Aufenthalte als Tramper in Marokko, Mauretanien, der Türkei und dem Iran ein harmonisches Bild der Gläubigen. Gastfreundschaft und Hilfe würden groß geschrieben. Seine Mutter Uta Schmidt stellte die Frage in den Raum, ob wir Fremden so offen im Alltag begegnen?

Firas Zabdeh, dessen Eltern aus Palästina stammen, war einer der rund 40 Zuhörer im Thomas-Müntzer-Haus. „Meine Familie und ich sind in Deutschland integriert. Der Koran ist keine unanfechtbare, endgültige Schrift. Gewalt ist dort nur zur Selbstverteidigung das äußerste Mittel. Ich sehe vielmehr das Problem, dass der Islam durch die zunehmende Globalisierung isoliert wird. Der Umgang damit ist ein Prozess“, sagte er.

Von Christian Kunze

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