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Oschatz Oschatzer stimmen ab: Wie fahrradfreundlich ist meine Stadt?
Region Oschatz Oschatzer stimmen ab: Wie fahrradfreundlich ist meine Stadt?
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16:08 10.10.2018
Radwege im Stadtgebiet sind nur ein Bestandteil einer fahrradfreundlichen Kommune. Weitere Aspekte stehen beim Fahrradklimatest zur Abstimmung. Quelle: Foto: dpa
Oschatz

Wie sehen lebenswerte Städte und Gemeinden aus? Was bieten sie, damit sich Radfahrende wohl und sicher fühlen? Bewerten können das nur die Radfahrer selbst. Daher ruft der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) dazu auf, am Fahrradklima-Test teilzunehmen, der großen Umfrage zum Thema.

Mindestens 50 Menschen

Der Fahrradklima-Test ist die größte Befragung dieser Art weltweit und findet 2018 zum achten Mal statt – auch Oschatz kann wieder dabei sein. Ein Vergleich in der bundesweiten Wertung ist jedoch nur möglich, wenn mindestens 50 Menschen mitmachen. Die Befragung habe schon in der Vergangenheit bei vielen Verantwortlichen in der Kommunalpolitik und in den Stadtverwaltungen das Bewusstsein für den Radverkehr geschärft. „Radfahren ist gesund und bringt Bewegung in den Alltag, etwa, wenn man den Weg zur Arbeit statt im Auto mit dem Rad zurücklegt. Schnell kann jedoch die Lust am Radeln vergehen, wenn der Weg unangenehm oder gefährlich wird“,so Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC in Sachsen.

Oschatz auf hinteren Rängen

Der letzte Fahrradklima-Test fand 2016 statt. Damals bewerteten 62 Radfahrende Oschatz. Von 364 deutschen Städten mit weniger als 50 000 Einwohnern belegte Oschatz in der Endauswertung den 344. Platz. Auf der einen Seite lobten die Radfahrenden, dass relativ viele Personen das Rad nutzen und dass es Spaß mache, Fahrrad zu fahren. Auf der anderen Seite attestierten die Radfahrenden der Stadtverwaltung einen Mangel an Förderungen für öffentliche Fahrradinfrastruktur. Auch kritisierten sie, dass es zu wenige Wegweiser gibt und kaum Einbahnstraßen für Radfahrende in die Gegenrichtung geöffnet sind.

Grüne unterstützt Initiative

„Viele Städte und Gemeinden haben in den letzten Jahren etwas für den Radverkehr getan. Ob sich die Bemühungen in der öffentlichen Meinung widerspiegeln, soll der Fahrradklima-Test ans Tageslicht bringen. Die Ergebnisse sind Gradmesser dafür, wie gut die Bedingungen zum Radfahren in einer Stadt sind. Die Bewertung aus Sicht der Radfahrenden ermöglicht Aussagen, ob sich Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs positiv ausgewirkt haben oder versackt sind“, sagt Uta Schmidt, Stadträtin und Leiterin des Büros der Grünen in Oschatz. Sie unterstützt den Fahrradklimatest.

Hinweise werden weitergeleitet

Der Fragebogen kann mit dem PC, dem Tablet oder auf dem Smartphone ausgefüllt werden. Auch der QR-Code auf Flyern und Plakaten leitet direkt zur Umfrage. „Die 32 Fragen lassen sich in zehn Minuten beantworten. Falls eine Frage auf Oschatz nicht zutrifft, kann sie unbeantwortet bleiben. Zudem ist Platz, um Anmerkungen und Hinweise zu lokalen Problemen einzutragen. Diese werden nach Abschluss an die Stadtverwaltung weitergeleitet“, so Schmidt.

Umfrage bei Händlern möglich

Die Umfrage läuft bis 30. November und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Der Fragebogen ist in Internet auf www.fahrradklima-test.de zu finden. In Papierform ist der Fragebogen im Büro der Grünen, Lichtstraße 1 sowie bei den Fahrradhändlern Zieger (Hospitalstraße), Schatzki (Strehlaer Straße) und Fritzsche (Reithausstraße) zu haben.

Von Christian Kunze

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