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Region Oschatz Oschatzer verschenken gern Bücher und Spiele
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17:22 16.12.2013
Welches Geschen sollte unter dem Weihnachtsbaum Platz finden? Quelle: Volkmar Heinz

Eine kleine Aufklärung für alle Großen, die noch das perfekte Weihnachtsgeschenk für ihre Kinder oder Enkel suchen.

Der Name Greg ist Acht- bis Zwölfjährigen bekannt, denn sie lesen seine Tagebücher, eine Mischung aus Comic und Roman. "Auf den achten Teil haben viele sehnsüchtig gewartet", sagt Annerose Roscher, Inhaberin der gleichnamigen Buchhandlung in Oschatz. Jüngere Mädchen seien eher Fans der neuen Ausgaben der "Tribute von Panem" und "Mia und Mae". Allesamt Figuren, die die Kinder aus dem Fernsehen oder Kino kennen. "Filme bringen immer auch Büchern Aufschwung", meint Annerose Roscher. Sie freut sich, wenn Kunden mit Büchern auf dem Weihnachtswunschzettel ins Geschäft kommen. Im Adventsgeschäft seien in diesem Jahr auch ungefüllte Adventskalender mit Nostalgiebildchen gut angekommen. Die Buchhändlerin mutmaßt, dass die Kalender eine Alternative vor allem für Großeltern waren, die dem Wunsch ihrer Kinder nachkamen und keine Süßigkeiten für die Enkel kauften. "Insgesamt wird Weihnachten nicht so sehr aufs Geld geschaut, da kaufen die Leute auch Romane um die 20 Euro." Übers Jahr gesehen würden viele aber aus Geldgründen eher zu Taschenbüchern greifen.

Dieses Kaufverhalten kennt auch Buchhändlerin Angela Grigo in der Buchhandlung Varius in Mügeln. "Weihnachten werden eher Hardcover gekauft. Ansonsten müssen viele aufs Geld schauen und warten ab, bis es die Romane als Taschenbuch gibt." Auch in Mügeln seien Gregs Tagebücher bei den Jungs bis zur 6. Klasse gerade schwer angesagt. Die Mädchen bis zwölf Jahre würden am liebsten die Fantasy-Triologie "Liebe geht durch alle Zeiten", verschlingen. Gemeint sind drei Bände von Kerstin Grieg "Rubinrot", "Saphirblau" und "Smaragdgrün." "Ansonsten gibt es im Fantasy-Bereich gerade keinen Trend, der durchschlägt", meint Angela Grigo. Zum Adventsbeginn seien in Mügeln Adventsbücher gut angekommen, bei denen 24 Lese-Geschichten kapitelweise verschlossen waren. Ihr ganz persönlicher Buchtipp für Jugendliche um die 14 Jahre lautet "Little Brother" von Dory Doctorow. In der Erzählung ist ein Technik begeisterter Teenie der Hauptheld, der zum Staatsfeind wird, weil er sich gegen den Überwachungsstaat wehrt. Und bei den ganz kleinen Mügelnern ist Astrid Lindgrens fröhliche "Lotta" die Bilderbuchheldin schlechthin.

"Sich beraten lassen, anfassen und ausprobieren", das wollen die Kunden, die zu Cornelia Schwemmer ins Spielwarengeschäft in Dahlen kommen. "Viele haben einfach keine Ideen, weil ihre Kinder schon so viel haben." Dann empfiehlt die Inhaberin für kleinere Kinder Spielzeug zum Mitmachen. Wichtig sei, dass die Kinder gleich loslegen könnten. Außerdem sollten die Erwachsenen mitspielen oder wenigstens dabei sitzen. Legosteine gingen da immer. Aktuell seien auch Bastelsets mit Alltagsnutzen gefragt. "Bilderrahmen aus Gips selber machen, Schmuckbäume basteln oder eine Spardose selbst verzieren kommt bei Mädchen gut an." Die klassischen Partyspiele für die Familie oder Freunde wie "Activity" seien gefragt, ebenso das Spiel des Jahres 2013 namens "Hanabi". Ein Kartenspiel, bei dem man nur die Karten seiner Gegenspieler sieht, nicht aber seine eigenen. Und neuerdings seien auch wieder Spiele gefragt, die es schon zu DDR-Zeiten gab: das magnetische Fisch-Angelspiel oder "Fang den Hut".

Cornelia Schwemmer erlebt regelmäßig nach den Feiertagen, dass Kunden Geschenke umtauschen kommen, die den Kleinen gar nicht gefallen hätten. Um sich diesen Unmut zu ersparen, rät sie Familien, sich die Wünsche der Kinder genau anzuhören. "Wünscht sich ein Kind etwas Teures, dann lohnt es sich, wenn sich mehrere Verwandte zusammen tun und das eine Große kaufen. Dann gibt es eben nur dieses eine Geschenk, das sehnsüchtig erwartet wurde und nicht noch vieles andere, was nicht so gefällt. Das liegt später sowieso nur herum."

Apropos Gefallen: wer für die Verpackung seiner Präsente in diesem Jahr zu Lila, Pink und knalligem blauen Papier greift, liegt im Trend. "Dieses Jahr sind eher schrille Farben angesagt", hat Cornelia Schwemmer in ihrem Schreib- und Spielwarengeschäft festgestellt. Noch ein paar silbrige oder goldene Farbtöne dazu - das sind die Dekotrend-Farben für den Advent 2013.

Kathrin König

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