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Oschatzer wandern beim Bergtest im Elbsandsteingebirge

Sport Oschatzer wandern beim Bergtest im Elbsandsteingebirge

Der „Bergtest bei Wehlen“ ist eine Sportveranstaltung mit Tradition. Sie hat die Wende und D-Mark überlebt ist auch nach über 30 Jahren bei jüngeren und reiferen Wanderern beliebt. Auch aus der Region Oschatz zieht es jedes Jahre einige Wanderfreunde an die Startpunkte in Wehlen und Königstein.

Je nach gewählter Strecke folgen auf den Abstieg vom Lilienstein noch der noch der Hockstein, die Schwedenlöcher oder beide Aufstiege.©

Quelle: Axel Kaminski

Wehlen/ Oschatz. Der „Bergtest bei Wehlen“ ist eine Sportveranstaltung mit Tradition. Sie hat die Wende und D-Mark überlebt und ist nach über 30 Jahren bei jüngeren und reiferen Wanderern beliebt. Auch aus der Region Oschatz zieht es jedes Jahre einige Wanderfreunde an die Startpunkte in Wehlen und Königstein.

„In diesem Jahr findet der Bergtest zum fast frühestmöglichen Zeitpunkt statt“, erklärt Dr. Jürgen Schmeißer, der beim Dresdner Wanderer- und Bergsteigerverein (DWBV) die Organisation dieser Sportwanderung koordiniert. Der Bergtest findet immer am letzten Sonnabend im März statt. Außer, wenn das der Ostersonnabend ist. Dann wird der Bergtest eine Woche vorgezogen. Das ist in diesem Jahr der Fall. Positiver Nebeneffekt: Da am letzten Märzwochenende auf Sommerzeit umgestellt wird, bleibt ermüdeten Wanderern diesmal eine normal lange Nacht zu Regeneration.

Der Name Bergtest hat nichts damit zu tun, dass Berge getestet werden. Die Standfestigkeit der Sandsteinwändel zu bestimmen und bei Gefahren geeignete Maßnahmen zu ergreifen, ist der Job von Spezialisten. Die Sportwanderer können am 19. März rund um Wehlen vielmehr ihre eigene Kondition testen und erkennen, was nach dem Winter davon übrig geblieben ist. Der DWBV richtet zwar mit „Zum Jahreswechsel um die Hofewiese”und der Gorbitzer Frühlingswanderung zwei Veranstaltungen vor dem Bergtest aus, aber für viele Sport- und Hobbywanderer ist der Termin in Wehlen tatsächlich die Saisoneröffnung.

Für alle, die eine weitere Strecke zum Start zurücklegen müssen als die Dresdener Wanderfreunde, besteht die erste Herausforderung des Bergtests im zeitigen Aufstehen. Ab 7 Uhr kann am Wehlener Bahnhof über 25, 29 und 37 Kilometer an den Start gegangen werden. Dieser Startpunkt ist nur bis 9 Uhr geöffnet. Spätestens dann sollte man die längeren Distanzen auch angehen, denn Zielschluss ist 18 Uhr. „Da wir die Arbeiterwohlfahrt als Partner mit um Boot haben, könne wir deren Räume im Wehlener Bahnhof nutzen“, erläutert Dr. Jürgen Schmeißer. Somit ist zumindest eine Anmeldung im Trockenen garantiert – egal, welche Wetterkapriolen auf der Strecke warten.

Wer die 37-Kilometer-Strecke bewältigen will, sieht die bekanntesten Tafelberge der Sächsischen Schweiz und muss einige von ihnen teilweise oder komplett erklimmen. Der Königstein wird in Höhe des Kassenhäuschens passiert. Auf dem Pfaffenstein muss niemand auf den Aussichtsturm gehen, aber das Gipfelplateau überqueren. Bei Lilienstein sind Aussicht und Wettinobelik nicht Pflicht. Die Kontrollstelle befindet sich neben dem Berggasthaus. Insgesamt sind auf den 37 Kilometern rund 1400 Höhenmeter zu überwinden.

Daneben gibt es beim „Bergtest bei Wehlen“ für alle Altersklassen und Leistungsvermögen passende Strecken. Von 9 bis 12 Uhr kann man in Königstein, unter den Bögen des Bahnviadukts, seine Startkarte für die zehn, 14 und 22 Kilometer langen Strecken ausfüllen. Sie alle beginnen mit dem Aufstieg zum Lilienstein. Seit einigen Jahren bieten die Veranstalter vom DWBV – unterstützt von den Gruppen „Weiß Grün“ und Bergfried 91“ – eine „Seniorenvariante an, bei der das Lilienstein-Plateau umgangen wird. Statt des steilen Aufstieges werden die Wanderer bei dieser Route auf einem deutlich längeren Weg um den Stein herumgeleitet.

An langfristige Wetterprognosen wagt sich jetzt noch niemand. Sollte es bis zum 19. März noch einmal Eis und Schnee geben, müsste – wie vor drei Jahren – der Aufstieg auf Pfaffenstein und Lilienstein gegebenenfalls gesperrt werden. Schnee ist aber auf jeden Fall zu erwarten. In den Schwedenlöcher, in die nur wenig Sonnenlicht dringt, hält er sich am längsten. Aber Wanderfreunde sind ja stets mit festem Schuhwerk ausgestattet, so dass sie diese letzte Hürde auf dem Weg ins Ziel in der Pension „Am Nationalpark“ in Wehlen ohne größere Probleme meistern können.

Strecken und Startzeiten

Stadt Wehlen, Bahnhof: 7 bis 19 Uhr

25, 29, 37 Kilometer

Königstein, Viadukt: 9 bis 12 Uhr

zehn, 14, 22 Kilometer

Startgebühr: vier Euro,

DWBV-Mitglieder und Jugendliche bis 18 Jahre: zwei Euro

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: frei

Ziel: Pension „Am Nationalpark“ in Wehlen

Tee- und Verpflegungsstelle am „Alter Hansjörg“

Von Axel Kaminski

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