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Oschatz Oschatzer werden von Telefon-Betrügern terrorisiert
Region Oschatz Oschatzer werden von Telefon-Betrügern terrorisiert
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17:06 03.05.2016
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Oschatz

Die Oschatzerin Heidi Wagner weiß sich keinen Rat mehr. Ständig landeten bei ihr und ihrem Mann Rainer merkwürdige Anrufe. „Und wenn ich zurück rufe, wird zum Beispiel gesagt, dass der Anrufbeantworter keine weiteren Informationen mehr aufnehmen kann oder ähnliches. Bisher haben wir niemanden erreicht“, sagt sie besorgt. Mittlerweile handele es sich um mehrere Handy-Nummern und einen Festnetzanschluss mit der Hamburger Vorwahl. „Das nervt mächtig.“ Selbst hatten die Wagners noch keine echte Stimme am Telefon. Auf dem Anrufbeantworter sagte eine Frauenstimme immer nur, dass Wagners ihre Telefonnummer hinterlassen sollen.

André Fritzsche von der Verbraucherzentrale weiß, dass Telefon-Betrüger neuerdings zu einer besonders dreisten Methode, dem sogenannten Call-ID-Spoofing greifen. Dabei werde den möglichen Opfern durch gefälschte Telefonnummern im Display vorgegaukelt, dass es sich um einen bekannten Anrufer handelt. In diesem konkreten Fall vermutet der Verbraucherschützer sogenannte Ping-Anrufe (Lockanrufe). „Es geht hier nur darum, beim Verbraucher Gebühren zu generieren.“ Darüber hinaus könne auch gleich noch durch die mutmaßlichen Täter geprüft werden, „ob der Datensatz noch warm ist“, ob der Anschluss noch stimmt. Sein Rat: „Bei fremden Nummern nicht ran gehen oder zurückrufen.“ Wenn jemand etwas wolle, könne er auch eine Nachricht übers Handy schicken.

Von der Deutschen Telekom hat die OAZ erfahren, dass es sich bei der angegebenen Mobilfunknummer um keine der Deutschen Telekom handelt. „So gerne wir helfen wollen, aber das Brief-, Post-, Fernmeldegeheimnis – Artikel 10 Grundgesetz – lässt Recherchen auf diesem Weg nicht zu“, so Stefan König, Sprecher der Telekom. Eine andere Auskunft hätte es bei weiteren Mobilfunkanbietern sicher auch nicht gegeben. „Wir können nur zwei Ratschläge geben: Anzeige bei der Polizei erstatten. Und zweitens: Die Nummer sperren lassen.“ Das würde Geld und Nerven schonen.

Von Gabi Liebegall

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