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Oschatz Oschatzer wollen Meer
Region Oschatz Oschatzer wollen Meer
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17:19 11.07.2013

Von drei Urlaubswochen im Sommer sind die Oschatzer allerdings weit entfernt, wie eine OAZ-Umfrage ans Licht bringt.

Von Kathrin König

Ein Touristikkonzern hat nachgezählt, wie lange die Deutschen ihre Sommerreisen gebucht haben. 10,8 Tage lang fahren die Sachsen im Sommer weg und liegen damit knapp über dem Bundesdurchschnitt (10,7 Tage). Am längsten sind die Hamburger unterwegs: sie packen für 11,7 Tage Reisedauer ihre Koffer. Am liebsten räumen die Deutschen ihr Gepäck in Spanien (vor allem Mallorca), in der Türkei, an der Ostsee und in den bayerischen Alpen wieder aus. Für die Reisenden der Oschatzer Region stimmt das jedoch nur zum Teil.

"Ja, wir Sachsen sind reisefreudige Menschen, die am liebsten ab Leipzig oder Dresden losfliegen", bestätigt Bettina Schütze vom TUI-Reisecenter Oschatz. Spanien sei auch bei den Oschatzern das beliebteste Reiseziel. Aber dann scheint sich Jürgen Harts Liedtext zu bewahrheiten: In seinem Sachsen-Song heißt es schon seit 1979 "Bis nunder nach Bulgarchen, dud er die Welt beschnarchen". "Bei uns folgt auf Platz 2 gleich Bulgarien. Griechenland liegt in der Beliebtheit mit Bulgarien gleichauf, danach die Türkei." Für Familien seien in den Sommerferien Ferienwohnungen und Ferienparks an der Ostsee und im Mecklenburger Raum sehr beliebt.

Die bundesweite TUI-Reiseumfrage zu den Sommerferien ergab, dass die Kunden 1188 Euro pro Person für ihre Paketreise in den Sommerferien hinblättern. "Bei uns in Oschatz liegen die Ausgaben darunter. Ich schätze, es sind unter 1000 Euro pro Person", meint Bettina Schütze und verweist darauf, dass die wenigsten Familien drei Wochen Sommerurlaub am Stück in der Hauptsaison buchen würden. "Vielmehr geht der Trend zu mehreren Reisen im Jahr. Neben dem Sommerurlaub auch mal eine Städtereise, ein Musical-Ausflug oder ein günstiges Wellness-Wochenende."

Wer flexibel bei der Wahl des Abflughafens sei, könne auch jetzt noch Last-Minute gute Angebote finden. "Man muss ein bisschen über den Tellerrand hinaus gucken zum Beispiel nach Hannover oder Nürnberg. Da haben wir auch kurzfristig Sommerferien-Angebote."

Am liebsten Ostseeluft wollen auch die Kunden des Reiseveranstalters Sachsentourist Wittig schnuppern. "Familien und Großeltern, die in Deutschland Urlaub machen wollen, reisen bevorzugt an die Ostsee", erklärt Inhaberin Brigitte Wittig. Kurztrips nach Usedom, Rügen oder auch Kroatien seien jetzt noch in der Hauptsaison kurzfristig zu haben. Überhaupt Kroatien: Im Gegensatz zum Bundestrend sind bei Wittigs Kunden Kroatien, Slowenien und die Adria-Küste Italiens am beliebtesten. "Ich fahre diesen Sommer auch nach Kroatien. Seit 23 Jahren schon mag ich das Land", verrät Reiseexpertin Brigitte Wittig.

"Ja, es gibt durchaus noch Angebote für Familien und auch Paare", bestätigt auch Annett O'Reilly vom Reisebüro am Marktkauf. "Man sollte sich aber als Kunde Zeit nehmen, um die Tage des Urlaubes unter den bestmöglichen Angeboten heraus zu filtern." Zurzeit gebe es Kreuzfahrtspecials, die man auch als Familie buchen könne.

Im Reisebüro am Marktkauf liegt die Sommerurlaubs-Dauer durchschnittlich auch um die 10,8 Tage, allerdings: "Wir verzeichnen mehr Reisen ins Ausland als ins Inland, weil doch das Wetter eine große Rolle spielt." Die Lieblingsreiseziele für Familien seien nach wie vor die Türkei und Spanien. "Auch Reisen nach Griechenland, besonders die Inseln Kreta und Rhodos sind wieder im Kommen. Das liegt bestimmt auch an den angepassten Preis-Reduzierungen", mutmaßt Annett O`Reilly.

In die Reisevorfreude vieler Urlauber mischen sich in diesen Tagen aber auch Ängste angesichts aktueller politischer Ereignisse in Athen, Istanbul und Kairo. "Viele Familien mit Kindern, die nach Ägypten oder in die Türkei wollen, sind sehr verunsichert. Sie rufen an, ob sie fahren können, und was sie beachten sollen", weiß Bettina Schütze vom TUI-Reisecenter Oschatz. Die Expertin rät deshalb allen betroffenen Urlaubern, sich im Reisebüro genau zu informieren und auf der Homepage des Auswärtigen Amtes nachzulesen, was die Bundesregierung offiziell empfiehlt.

Kathrin König

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