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Oschatz Oschatzerin plädiert für mehr Schmetterlingswiesen
Region Oschatz Oschatzerin plädiert für mehr Schmetterlingswiesen
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00:30 09.06.2018
Ein Schmetterling auf einer Flockenblume. In der Region Oschatz existieren bisher nur zwei Schmetterlingswiesen. Quelle: dpa-Zentralbild
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Oschatz

Zwei Schmetterlingswiesen gibt es in der Collm-Region, am Eulensteg in Oschatz und unweit des Parks in Naundorf – das ist noch zu wenig, meint Diplom-Gartenbauingenieurin und Grünen-Stadträtin Uta Schmidt, Inhaberin einer Naturgartenberatung.

Je weniger Nährstoffe, um so besser

Eine solche Wiese kann jeder auch im heimischen Garten anlegen – denn sie muss nicht riesengroß sein, so Schmidt. Entscheidend ist nur die Auswahl der richtigen Pflanzen und die Pflege der Fläche. Grundsätzlich gilt dabei, dass das Areal, abhängig von der Größe, nur ein- bis drei Mal im Jahr gemäht wird, am besten mit einer Sense. Wichtig sei auch, in Etappen zu mähen und nicht die komplette Wiese auf einmal. Die Gelegenheiten, solche Wiesen anzulegen, sind zunehmend eingeschränkt. Zum einen weil es für die Landwirtschaft kaum Möglichkeiten gibt, zum anderen, weil durch die Urbanisierung und Versiegelung des Bodens kaum noch Flächen zur Verfügung stehen. Für die Böden gilt in diesem Fall übrigens das Credo „Je weniger Nährstoffe, um so besser“, sagt Schmidt.

Hitliste der Pflanzen ist einsehbar

Im mitteleuropäischen Raum sind rund 3200 Schmetterlingsarten heimisch. Einige von ihnen bevorzugen exklusiv nur eine Pflanzenart, andere fliegen im wahrsten Sinne des Wortes auf mehrere Pflanzen, so die Fachfrau. Zu den absoluten Favoriten gehören Schlehe, Heidekraut und Heidelbeere.

Weiterführende Links: Eine „Hitliste“ von Pflanzen für Schmetterlingswiesen gibt es unter www.floraweb.de/pflanzenarten/schmetterlingspflanzen.xsql, Informationen zur Bestimmung von Schmetterlingen und Raupen auf der Seite www.schmetterling-raupe.de, und Fachbetriebe für Saatgut einheimischer Wildpflanzen sind gelistet auf www.naturgarten-fachbetriebe.de

Von Christian Kunze

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