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Ostec aus Wilsdruff übernimmt Metall- und Maschinenbau Oschatz

Wirtschaft Ostec aus Wilsdruff übernimmt Metall- und Maschinenbau Oschatz

Die Wilfsdruffer Firma Ostec ist der Rettungsanker für die Metall- und Maschinenbau GmbH Oschatz, die Insolvenz anmelden musste. Die Wilfsdruffer haben das Oschatzer Unternehmen gekauft und wollen es als Betriebsteil fortführen. 19 Arbeitsplätze sollen erhalten werden.

Frank Jäger hat einen Investor für den Metall- und Maschinenbau gefunden. Jörg Bildhäuser (M.) leitet den Oschatzer Betriebsteil der Ostec.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Neuer Name, bewährtes Profil: Aus der Metall- und Maschinenbau GmbH Oschatz wird ein Betriebsteil der Ostec Oberflächen- und Schichttechnologie GmbH. Zum 1. Januar 2016 hatte der Metall- und Maschinenbau wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet (wir berichteten). Nun hat das Unternehmen einen neuen Eigentümer, der hier weiter produzieren lässt.

Das Amtsgericht Leipzig veröffentlichte am 4. April die Mitteilung, dass am 14. April die Gläubigerversammlung stattfinden sollte. Wichtigster Punkt war , dass die Gläubiger dem Verkauf des Unternehmens nebst Warenlager zu einem Kaufpreis von 120 000 Euro an die Ostec zustimmen. Darüber hinaus mussten bestehende Mietkauf- und Leasingverträge über rund 240 000 Euro übernommen werden.

„Die Verhandlungen wurden im Mai abgeschlossen. Die Ostec erwirbt das Oschatzer Unternehmen rückwirkend zum 1. Mai 2016“, schildert der im November 2015 von den Gesellschaftern berufene Geschäftsführer Frank Jäger den aktuellen Stand. Dabei würden alle 19 Arbeitsplätze erhalten bleiben. So viele Mitarbeiter habe der Metall- und Maschinenbau zu jenem Zeitpunkt gehabt, als die Firma Insolvenz angemeldet hatte. „Der Verkauf ist kein Schlussstrich, sondern ein Neubeginn mit klaren Perspektiven für die Mitarbeiter sowie die Geschäftskunden des Unternehmens“, schätzt Jäger das Ergebnis des Verfahrens ein. Damit sei seine Arbeit fast getan. Er habe noch die Insolvenzmasse zu verwalten und das Verfahren für die rund 90 Gläubiger zum Abschluss zu bringen. Deren Forderungen würden nach seiner Einschätzung nur teilweise bedient werden können.

Käufer der Metall- und Maschinenbau GmbH Oschatz ist die in Wilsdruff ansässige Firma Ostec. Ihr Geschäftsführer Matthias Hoffmann bezeichnete sie gegenüber der OAZ als „Härterei“. Sie bietet daneben Leistungen wie Carbonitrieren, Vergüten und Spannungsarmglühen an.

„Die Möglichkeiten im Stahlbau und bei der mechanischen Bearbeitung, die es in Oschatz gibt, kommen uns entgegen“, unterstreicht Matthias Hoffmann. Einen großen Teil der Stahlbaukapazitäten wolle man für die an den Wilsdruffer Anlagen erforderlichen Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten nutzen.

Der Erwerb der Namensrechte sei kein Bestandteil der Verkaufsverhandlungen gewesen, war vom Ostec-Geschäftsführer zu erfahren. Die ehemals Oschatzer Firma ist nun selbstständiger Ostec-Betriebsteil.

„Wir haben hier eine sehr gute Auftragslage, seit klar ist, dass wir weitermachen“, betont Matthias Hoffmann. „Wir haben bereits zu Beginn des Insolvenzverfahrens die Kunden des Metall- und Maschinenbaus besucht“, erläutert Frank Jäger. Diese hätten zumeist gelassen reagiert. Deshalb hätte während des Insolvenzverfahrens weiter produziert werden können. Beide Lehrlinge, die in dieser Phase ausgelernt hatten, seien übernommen werden. „Wir werden auch zukünftig weiter ausbilden“, betont der neue Eigentümer.

Investiert werden müsse aber nicht nur in Menschen, sondern auch Maschinen. „So wie der Betrieb jetzt ausgestattet ist, ist er nicht lebensfähig“, betont der Eigentümer. Interessant sei die Oschatzer Standort für das Wilsdruffer Unternehmen aufgrund der Geschäftsbeziehungen der Ostec in der Leipziger Region. Das passe logistisch.

Die Ostec hat nach Angaben ihres Geschäftsführers – ohne ihren neuen Oschatzer Betriebsteil – 25 Mitarbeiter, die im Jahr rund 2,3 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften.

Von Axel Kaminski

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