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Oschatz Pächter kauft Campingplatz Ochsensaal
Region Oschatz Pächter kauft Campingplatz Ochsensaal
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07:00 07.03.2016
Bereits als Pächter hat Stephan Göpel dafür gesorgt, dass der Platz in Ochsensaal auch für junge Campingfreunde attraktiv ist. Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Ochsensaal


Ende 2012 stand der Campingplatz bei Ochsensaal auf der Kippe. Der damalige Pächter wollte nicht weitermachen und die Bima hatte kein Interesse daran, sich selbst mit einem Erholungsbetrieb zu beschäftigen. Damals sprang der Strehlaer Bauunternehmer und Campingfreund Stephan Göpel ein – für zunächst drei Jahre.

Die Bima gestand Stephan Göpel einen Pachtvertrag mit drei Jahren Laufzeit zu. Noch bevor die Saison 2015 zu Ende ging, unterbreitete der Bauunternehmer der Bundesanstalt ein Kaufangebot. Im Anschluss gab es keine Verhandlungen. Die Bima bot den Campingplatz bei einer Grundstücksauktion an, bei der sich jedoch kein Bieter für dieses Objekt und zu diesem Preis – das Mindestgebot lag bei 295 000 Euro – interessierte. Gleichbleibend niedrig blieb das Interesse am Platz in der Phase des sogenannten Nachverkaufes. In dieser Zeit hätte die Auktionsgesellschaft den Platz zum Mindestgebot verkaufen können, zuzüglich der Courtage. Nach dieser zweimonatigen Frist fällt ein nicht verkauftes Objekt wieder an den Eigentümer zurück. Die Bima hatte gegenüber der Oschatzer Allgemeinen Zeitung betont, kein Interesse daran zu haben, einen Campingplatz zu betreiben. Letztlich konnte sich Stephan Göpel, der am Dammühlenteich bereits drei Jahre lang Erfahrungen sammelte, mit der Bundesanstalt einigen.

„Ich freue mich sehr darüber, weil ich finde, dass so ein Angebot, sich in der Natur zu erholen, seine Berechtigung hat und wichtig ist“, sagt der Bauunternehmer. Bei den Verhandlungen habe Bima-Mitarbeiterin Petra Burkhardt engagiert eine Lösung vorangetrieben, die den Weiterbetrieb des Platzes ermöglicht.

Obwohl es am Dammühlenteich viele Dauercamper gäbe, seien auch die Leute, die mit Rucksack und Zelt unterwegs sind, hier jederzeit willkommen. „Sie können hier ihren eigenen Platz bekommen, müssen ihr Zelt nicht zwischen den Wohnwagen aufstellen“, betont Stephan Göpel. Er möchte den Platz so entwickeln, dass hier weiterhin Urlaub in der Natur möglich ist. Das Areal sei groß genug, damit jeder Camper links und rechts von seinem Wohnwagen oder Zelt Natur bekommen könne – wenn er möchte. „Wir müssen hier nicht ein oder gar zwei Stellplätze auf 100 Quadratmetern schaffen, so wie das auf manch moderner Anlage üblich ist“, betont der neue Eigentümer.

Jetzt sei es für ihn möglich, ein Konzept für die Zukunft des Platzes zu erarbeiten. Richtig los gehe es aber erst, wenn er als Eigentümer im Grundbuch stehe. Von einiger Bedeutung sei für ihn die Erneuerung der Trinkwasseraufbereitungsanlage: „Das muss in guter Qualität angeboten werden, da darf es keine Abstriche geben.“ Natürlich habe er im Auge, dass am Dammühlenteich weiterhin Camping zu bezahlbaren Preisen möglich sein soll. Zu konkreten Veränderungen und was dabei Priorität haben soll, wolle er sich auf jeden Fall mit seinen Stammgästen absprechen. Dann werde es aber auch klare Entscheidungen von ihm geben.

„Man darf dabei jedoch nicht außer Acht lassen, dass die jetzt vorhandenen Bauwerke und Anlagen Bestandsschutz genießen. Alles, was neu gebaut werden soll, wird vorher gründlich von den Behörden unter die Lupe genommen“, erläutert Stephan Göpel. Und hat dafür Verständnis: „Wir bewegen uns hier in der Natur. Sie ist das Kapital des Platzes.“ Deshalb müsse jeder Eingriff genau bedacht werden.

Von Axel Kaminski

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