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Oschatz Palliativstation ist kein Hospiz
Region Oschatz Palliativstation ist kein Hospiz
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17:11 07.08.2014

Er stattete den Ärzten und Schwestern der Palliativstation einen Besuch ab.

Gesprochen wurde über die Patienten, die hier betreut werden und deren Angehörige und darüber, dass die Station mit ihren sechs Betten weder ein Hospiz sein soll, noch die letzte Station vor dem Tod. "Etwa 60 Prozent der Schwerkranken, die hier betreut werden, können das Krankenhaus nach Hause verlassen", so die Geschäftsführerin Sabine Trudel. Seit der Eröffnung dieser Station im Frühjahr durch Staatsministerin für Soziales Christine Clauß (wir berichteten), wurden hier über 50 Menschen betreut. "Wir spüren, dass das Angebot gebraucht wird", sagte die Chefin.

Die Patienten würden hier nicht auf den Tod vorbereitet. Sie könnten auch nicht geheilt werden. Aber ein bisschen mehr Lebensqualität bekommen sie, so Chefarzt der Inneren Abteilung, zu der die Palliativstation gehört, Dr. Peter Martin. Gemeinsam mit Assistenzarzt Oliver Fischer und einem "absolut tollen Team" würden die schwer kranken Menschen betreut. "Wir arbeiten gern mit den Patienten. Und gedankt wird uns das nicht mit einem Päckchen Kaffee oder Kuchen, sondern mit Karten und lieben Grüßen von den Angehörigen", sagte Fachbereichsleiterin Schwester Minette.

Auf dieser Station komme es mehr auf die Nähe von Patient und Mitarbeiter an und nicht auf Therapien. Und schon deshalb leisten die Mitarbeiter hier einen Knochen-Job, was Marian Wendt kopfnickend bestätigte. "Und wer weist die Patienten ein?", wollte Wendt wissen. "Das ist unterschiedlich. Entweder niedergelassene Ärzte oder auch die Kranken selbst", so Dr. Martin.

Genauso kamen Sorgen der Ärzte zur Sprache: Die geforderte Dokumentation der erledigten Aufgaben. Das nehme zu viel Zeit ein, die der am Patienten verloren geht. "Ja, es wird durch ständige Überreglementierung Freiheit genommen", die effektiver eingesetzt werden könnte", kommentierte Wendt.

Und sie haben dem Christdemokraten Wünsche mitgegeben. "Eine geriatrische Komplexbehandlung und die Palliativstation wären ein gute Kombination", sagte Sabine Trudel. Das setze voraus, dass die Palliativstation gehalten werden und die Geriatrische mit Hilfe des Freistaates aufgebaut werden kann.

Fragen zur Palliativstation: 03435/9418-20.

Gabi Liebegall

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