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Partnerstädte feiern heute Silberhochzeit

Partnerstädte feiern heute Silberhochzeit

Am 25. August 1990, heute vor 25 Jahren, wurde die Städtepartnerschaft zwischen Oschatz und Filderstadt in Baden-Württemberg besiegelt. Die Sachsen und die Schwaben feiern Silberhochzeit und können auf ein lebendiges Vierteljahrhundert zurückblicken.

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Vor 25 Jahren: Filderstadts Rathauschef Peter Bümlein und der Oschatzer Oberbürgermeister Dr. Claus Förster (r.) unterzeichnen den Partnerschaftsvertrag.

Quelle: Günther Hunger

Oschatz/Filderstadt. Von christian kunze

 

Kaum jemand kann dies besser als Dagmar Grundmann, damals Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses und 14 Jahre lang mit der Pflege der Städtepartnerschaften von Oschatz vertraut. Walter Bauer, 1990 Stadtrat und Vorsitzender der SPD-Fraktion in Filderstadt und wesentlicher Mitinitiator der Partnerschaft auf dieser Seite, bezeichnet Dagmar Grundmann gar als "Mutter" der Beziehungen beider Städte.

 

Als "rustikale, aber sehr herzliche Zeit" hat Walter Bauer die Anfänge der Partnerschaft in Erinnerung. "Nachdem es eine eindeutige Mehrheit im Stadtrat dafür gab, nahmen wir die Sache in die Hand", blickt er zurück. Die Organisation der Treffen seien für den pensionierten Lehrer die Höhepunkte der kommunalpolitischen Tätigkeit gewesen. "Kommende Woche haben meine Frau und ich Urlaub in Leipzig geplant. Wir werden die Zeit für einen Abstecher nach Oschatz nutzen", sagt Bauer mit Blick auf das 25-jährige Bestehen.

 

Zwar gaben die SPD-Genossen in beiden Bundesländern den Anstoß für die Verbindung, aber bald entwickelte sich daraus eine Partnerschaft, die durch Vereine und private Freundschaften belebt wird. Chöre, Schützen, Rotes Kreuz, Heimatvereine, Kirchgemeinden und mehr - überall gibt es Verbindungen.

 

Dagmar Grundmann hat eine Chronik in zwei Heftern angelegt und zu jedem Foto eine Anekdote parat. Die erste Fahrt der Oschatzer nach Filderstadt fand schon im März 1990 statt. "Mit dem Robur ging es auf die Autobahn, Höchsttempo 75 Stundenkilometer. Wir waren bestimmt zwölf Stunden unterwegs, die Pannen habe ich aber nicht gezählt", sagt sie.

 

Als die Filderstädter erstmals an die Döllnitz kamen, galt es, Unterkünfte für den Besuch zu finden. Dagmar Grundmann warb in der Stadt dafür, Betten anzubieten - und war selbst überrascht von der großen Bereitschaft der Oschatzer. Ein Vorschuss, der sich auszahlte: Als 1995 zum fünfjährigen Bestehen der Partnerschaft eine Ausstellung mit Werken Oschatzer Künstler in Filderstadt eröffnet wurde, musste kein Mitglied der Oschatzer Delegation in einem Hotel übernachten - alle kamen privat unter.

 

Schon ein Jahr zuvor zeigte sich, dass auch die Sportler beider Städte sich begegnen - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn 1994 machten sich im Verein organisierte Radfahrer aus Filderstadt mit dem Drahtesel auf den 566 Kilometer langen Weg nach Oschatz - als man hier davon erfuhr, entschied man sich spontan, ihnen entgegen zu radeln.

 

Heute liegt die Pflege der Städtepartnerschaften auf kommunaler Ebene im Rathaus in den Händen Anja Seidels: "Die Städtepartnerschaft mit Filderstadt hat sich zur aktivsten und produktivsten Freundschaft entwickelt. Den Oschatzern werden Auftritte der Big Band der Realschule Bernhausen in Erinnerung sein. Zur Kleinen Gartenschau 2011 haben Filderstädter Gärtner als einzige ihren Partnerschaftsgarten auf der Hangwiese in Ordnung gebracht", sagt sie.

 

Der neu gewählte Oberbürgermeister Christoph Traub tritt Anfang Oktober sein Amt an. Als Stadtrat war er schon oft in Oschatz. Da Traub erst kürzlich gewählt wurde und überraschend die bisherige Rathauschefin Gabriele Dönig-Poppensieker (parteilos) ablöste, wolle man das Jubiläum vorbereiten und nächstes Jahr feiern, so Seidel.

 

Nicht zuletzt tauschen sich die Stadtverwaltungen über Themen wie die Organisation der Doppik und der Kindertagesstätten aus. Sei es Anfang der 1990er eher eine "Einbahnstraße" der Informationen von Baden-Württemberg nach Sachsen gewesen, ist es heute eine gewachsene Freundschaft mit einem Austausch auf Augenhöhe. © Kommentar

Christian Kunze

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