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Partnerstädte mit rollenden Botschaftern

Partnerstädte mit rollenden Botschaftern

Oschatz und Trebic sind Partnerstädte mit einer "rollenden" Gemeinsamkeit. Beide sind beziehungsweise waren Namensgeber für Eisenbahnwaggons.

Oschatz.

Beide Wagen werden zur Personenbeförderung eingesetzt, könnten aber kaum unterschiedlicher sein.

 

Der Waggon "Oschatz" gehört zum Bestand der Döllnitzbahn. Das Fahrzeug mit der Registriernummer 970-263 wurde 1914 in Bautzen gebaut und rollte früher im Zittauer Schmalspurnetz. Seit der Aufarbeitung der Schmalspurwagen, bei der auch die Lackierung erneuert wurde, ist vom Namen nichts mehr zu sehen. Im Gegensatz zur Stadt Strehla, die das Innere "ihres" Waggons zur Eigenwerbung nutzt, ist der Oschatzer als solcher nicht mehr erkennbar, war von Betriebsleiter Lutz Haschke zu erfahren. Wie er versichert, sei der knapp Hundertjährige aber nach wie vor fast täglich zwischen Mügeln und Oschatz im Einsatz.

 

Erst sieben Jahre alt ist der Wagen, der den Schriftzug "Trebic" trägt. Die tschechische Staatsbahn schaffte 2006 zwölf Stück der im Jahr 2000 von Siemens Verkehrstechnik Österreich vorgestellten Komfortschlafwagen an. Unterschiede gibt es nicht nur im Alter der Fahrzeuge, sondern auch in deren Komfort. In der Produktbeschreibung heißt es, dass "Trebic" ein vollklimatisiertes Fahrzeug mit luftgefederten Drehgestellen ist, die eine optimale Laufruhe selbst bei 200 Kilometern pro Stunde gewährleisten. Der Schlafwagen besitze zwölf Abteile mit je drei Betten. Zwei benachbarte Abteile könnten zu einer Suite zusammengelegt werden. Neben neun Economy- gebe es drei Luxus-Abteile. Diese verfügten über eigene Dusche und WC.

 

Auf diesem und elf weiteren Wagen ist die Silhouette je einer der tschechischen Unesco-Weltkulturerbestätten zu sehen. Die gehören unter anderem Prag und Cesky Krumlov. Diese Schlafwagen fahren gelegentlich auf dem Weg von Zürich nach Prag durch Oschatz.

 

Theoretisch könnte der Wagen der tschechischen Partnerstadt auch in Oschatz rollen. Die belgische Firma L+S hat ein Modell dieses Waggons in den Spurweiten H0 und N auf den Markt gebracht. Die Erzeugnisse der Belgier werden auch in Deutschland und über das Internet vertrieben. Möglicherweise sind sie so schon auf Oschatzer Modellbahnanlagen gelangt. Der Sebnitzer Modellbahnhersteller Tillig hat den Wagentyp, allerdings ohne Sonderlackierung, im Angebot. Man denke darüber nach, diese Modelle für die Spurweite H0 ins Programm zu nehmen.

Axel Kaminski

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