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Oschatz Pauline liebt Marathon zu Pferde
Region Oschatz Pauline liebt Marathon zu Pferde
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16:54 21.10.2013

Einer ungewöhnlichen Sportart hat sich Pauline Radtke aus Oschatz verschrieben. Seit reichlich drei Jahren widmet sie sich dem Distanzreiten. Was ist das für eine Disziplin? "Einfach umschreiben kann man es mit Marathon zu Pferde", erklärt die Auszubildende.

Seit ihrem sechsten Lebensjahr reitet Pauline, hat sich als Schülerin im Springreiten schon ausprobiert. Um im Pferdesport weiter voran zu kommen, besuchte die junge Oschatzerin einige Zeit lang das Leistungszentrum für den Reitsport im brandenburgischen Neustadt/Dosse mit angeschlossener Ganztagsschule. "Das war eine gute Schule für das Leben. Man hat beispielsweise gelernt, sich zu organisieren und strukturiert zu arbeiten", resümiert die Reiterin. Zurückgekehrt, wollte Pauline dem Reiten treu bleiben, suchte jedoch eine neue Herausforderung. Im Internet wurde sie auf das Distanzreiten aufmerksam, informierte sich darüber, suchte Kontakt zu anderen Reitern und entschied sich dafür. Denn so bekannt ist der Sport bei uns nicht. In Sachsen wird er vorrangig in Dresden und Leipzig betrieben. Es gibt wenige Wettkämpfe innerhalb des Freistaates. Um sich mit anderen messen zu können, reisen die Sportler mit ihren Pferden oft weit.

Wenn Pauline mit ihrem Wallach Diego zum Wettkampf fährt und an den Start geht, dann liegen Strecken durch das Gelände von 80 Kilometer vor dem Duo. "In diesem Jahr habe ich am Saxonia-Turnier im Distanzreiten in Dresden teilgenommen und den Pokal gewonnen. Da war die Strecke 82 Kilometer lang. Wie bei anderen Distanzritten orientierten wir uns mit Hilfe einer Karte und Markierungen an der Strecke", erklärt die Oschatzerin.

Dafür wird eine Menge Kondition und Ausdauer benötigt, ohne Training bei Pferd und Reiter geht es nicht. Mit ausgedehnten Ritten, an denen auch ihre Mutter oft teilnimmt, bereitet sich die Reiterin auf jeden Wettkampf vor. "Das ist wie bei einem Marathonlauf", fügt sie hinzu. Kondition holt sie sich aber auch beim Skaten oder Joggen. "Ich absolviere derzeit eine Ausbildung, bin tagelang nicht daheim. Dann unterstützen mich auch meine Freunde, denn mein Pferd braucht auch dann Bewegung", erzählt die Oschatzerin.

Dankbar ist Pauline Radtke, dass ihre Eltern ihr alles ermöglichen, um den Reitsport weiter betreiben zu können. "Ohne sie wäre ich nicht so weit gekommen." Pauline ist mit ihren sportlichen Zielen noch nicht am Ende. Sie strebt später auch die Teilnahme an Meisterschaften an. Wer ihren Weg bisher mitverfolgte, ist sich sicher, dass dies Realität wird.

iKarten für den OAZ-Sportlerball am 9. November im Thomas-Müntzer-Haus gibt es in der OAZ-Geschäftsstelle.

Bärbel Schumann

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