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Pensionswirtin Ruth Thieme feiert heute 80. Geburtstag

Pensionswirtin Ruth Thieme feiert heute 80. Geburtstag

Ruth Thieme ist eine gute Gastgeberin. Das können unzählige Gäste unterschreiben, die bereits in der "Pension Thieme" in Oschatz Quartier bezogen haben. Die Gastfreundschaft der Inhaberin ist auch jetzt wieder gefragt: Heute feiert sie ihren 80. Geburtstag.

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Herzlichen Glückwunsch: Ruth Thieme wird heute sicher zahlreiche Glückwünsche und Kartengrüße zu ihrem Geburtstag entgegen nehmen. In Zukunft will die agile Senioren mehr reisen und sich selber als Gast verwöhnen lassen.

Quelle: privat

Dieser ist Anlass für eine wichtige Zäsur - das Haus mit der Pension wird verkauft, und die agile Seniorin will künftig ungebundener ihr Leben genießen.

 

Die Gründerin von Pension Thieme will immer, dass sich ihre Gäste wohlfühlen, von Oschatz und Sachsen den besten Eindruck bekommen und natürlich wieder in die Region kommen wollen. Für die schlanke Frau ist es dabei eine Selbstverständlichkeit, jeden Tag - auch sonn- und feiertags - für ihre Gäste da zu sein und das seit 22 Jahren.

 

"Diese Arbeitsmoral ist ihr von klein auf vertraut", weiß Tochter Ingrid Thieme, die heute in London lebt und arbeitet. Ihre Mutter wuchs in Sörnewitz im Mühlengrund auf, Vater und Mutter betrieben nicht nur Tier- und Landwirtschaft sondern auch eine Getreide-Mühle und eine Sägemühle. Dort half die kleine Ruth schon seit ihrer Kindheit mit. Ihr Vater hatte von 1949 bis 1953 zusätzlich das Bürgermeisteramt inne und so lernte Ruth Thieme von Kindesbeinen an, was Öffentlichkeitsarbeit bedeutet und wie man Initiative ergreift.

 

Später als Chefin im Handwerksbetrieb des Ehemanns galt es oft, staatlich verordnete Schwierigkeiten wie die typische Materialknappheit und die ungeliebte Bürokratie in der DDR, die Erziehung von drei Kindern, die Betriebsleitung und die Weiterbildung zum 'Staatlich Geprüften Buchhalter' zu meistern. "In DDR Zeiten einen privaten Betrieb zu führen war nicht immer leicht, dann mit der Wende veränderten sich die wirtschaftlichen Strukturen erneut grundlegend und der Ofenbaubetrieb Thieme musste verkleinert werden", blickt Tochter Ingrid zurück. Neue Kachelöfen benötigte man in Sachsen weniger, dafür aber stieg die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten in Oschatz.

 

Ruth Thieme stand da selbst schon kurz vor dem Rentenalter, die Hände wollte sie allerdings noch nicht in den Schoss legen, und so beschloss sie, noch einmal etwas Neues zu schaffen: Betten wurden in Oschatz benötigt, wie viele und wie lange wusste man nicht, aber die Geschäftsidee zu einer Pension im Herzen der Kleinstadt war geboren und wurde zielstrebig umgesetzt.

 

So erhielt der traditionsreiche, seit 1900 bestehenden Familienbetrieb durch Ruth Thieme mit der Pension seit 1991 eine gastfreundliche Erweiterung. Anfangs wurden nur zwei Zimmer der inzwischen flügge gewordenen Kinder vermietet. Die Nachfrage jedoch war ungebrochen und so wurden mehr Zimmer im Dachgeschoss der "Villa Ruth" zu Gästezimmern umgebaut und modernisiert. Bald gab es Stammgäste, die jeden Morgen mit einem liebevoll angerichteten Frühstücksbüfett in den Tag starteten.

 

Der 1896 erbauten "Villa Ruth" wurde 1996 "Haus Thieme" zur Seite gestellt. Dort befinden sich weitere Pensionszimmer und ein Friseursalon. Im Lesezimmer können sich Gäste über Oschatz informieren, Ausflüge nach Leipzig, Dresden, Meißen, den Spreewald oder in die Sächsische Schweiz planen und auch Filme anschauen.

 

Nun, mit 80 Jahren möchte Ruth Thieme ungebundener sein und deshalb "Haus Thieme" in der Seminarstrasse verkaufen. Die neue Besitzerin wird auch weiterhin Zimmer vermieten. Bald soll es auch wieder ein Café im Erdgeschoss geben. Ruth Thieme indes wird künftig selber öfter als Reisende unterwegs sein und sich dann als Gast verwöhnen lassen. red/JB

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