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Pilzberater Wolfgang Berger aus Schweta glaubt an Super-Pilzjahr 2016

Natur Pilzberater Wolfgang Berger aus Schweta glaubt an Super-Pilzjahr 2016

Wolfgang Berger aus Schweta ist ehrenamtlicher Pilzberater und gibt Pilzsuchern gern Rat, ob ihr Fund essbar oder giftig ist. Der 84-Jährige hat im vergangenen Jahr 65 Pilzfreunde beraten und in ihren Körben auch giftige Exemplare aussortiert. So lange es seine Gesundheit noch erlaubt, möchte er das Ehrenamt auch in Zukunft weiter ausüben.

Sein umfangreiches Wissen über Pilze gibt der ehrenamtliche Berater Wolfgang Berger aus Schweta gern an Pilzsammler weiter.

Quelle: Dirk Hunger

Schweta. Wer glaubt, die Pilzzeit hat noch nicht begonnen, der irrt und wird von Wolfgang Berger eines Besseren belehrt. Der 84-Jährige kennt sich bestens aus und steht den Pilzsammlern aus der Region mit Rat zur Seite. „Jetzt war jemand bei mir, der hatte zwei flockenstielige und drei netzstielige Hexenpilze gefunden“, sagt der Schwetaer. Er habe den Eindruck, dass die Pilze in diesem Jahr etwas vorzeitiger als üblich aus dem Boden schießen. Allerdings sei nach seiner Kenntnis noch kein Steinpilz, Perlpilz oder Birkenpilz aufzutreiben. „Es lohnt sich noch nicht so richtig in den Wald zu gehen. Ich nehme an, ab Mitte Juni.“ Hexenpilze wachsen nicht im Fichtenwald, sondern seien in Laubwäldern unter Linden, Eichen und Buchen zu finden. „Das Wetter ist ideal, da es viel geregnet hat. Vielleicht wird es diesmal ein gutes Pilzjahr“, schätzt Berger. Ab Mitte Juni könne man sich dann zum Beispiel an bestimmten Stellen im Wermsdorfer Wald auf die Suche nach Perlpilzen begeben, auch einige Pfifferlinge könnten gefunden werden, allerdings würden die hier nicht in großen Mengen zu finden sein, da es zu wenige Sandböden gebe.

Ein Pilzfreund aus Hof ließ sich von Berger bereits beraten. Er hatte Dünenegerlinge gefunden. Die waren vor der Wende in der DDR nicht zu finden. „Damals hat man die Straßen im Winter mit Lauge behandelt. Seitdem mit Salz gestreut wird, wachsen sie auch hier“, weiß Berger. Normalerweise sind diese Pilze an Dünen am Meer beheimatet. Da das Streusalz aber durch die Nässe auch in die Straßengräben gelangt, gebe es eine gute Grundlage für ihr Wachstum auch in dieser Region. „Sie sind nicht giftig, aber schmecken auch nicht besonders. Man erkennt sie am großen starken Stiel mit Blättern“, informiert der ehrenamtliche Pilzberater.

Berger selbst war auch schon im Wald unterwegs und fand an mehreren Bäumen Schwefelporlinge. Diese seien an Apfel- und Birnenbäumen zu finden und besonders durch auffällige gelbe Klumpen am Stamm erkennbar. „Am besten in dünnen Scheiben schneiden, mit kochendem Wasser abbrühen und dann braten“, rät Berger. Denn durch das kochende Wasser werde die Gerbsäure abgeschwächt – und dann sei der Pilz einigermaßen schmackhaft.

Im vergangenen Jahr suchten 65 Pilzfreunde den Rat Bergers, der bei den Pilzfreunden auch Giftpilze wie den gelben Knollenblätterpilz, den grünen Schwefelporling und Kremplinge aussortierte.

Seine ehrenamtliche Arbeit als Pilzberater möchte der 84-Jährige auch in Zukunft nicht aufgeben. „So lange ich körperlich und geistig fit bin“, schränkt der Schwetaer ein. Wer seinen Rat benötigt, kann mit seinen gesammelten Pilzen bei ihm Zuhause in Schweta vorbeikommen.

Von Heinz Großnick

Schweta 51.2425807 13.0816805
Schweta
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