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Oschatz "Platsch will niemand schließen"
Region Oschatz "Platsch will niemand schließen"
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16:31 10.07.2013

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Der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) sagt im OAZ-Interview, was das für die Kommune bedeutet.

Frage: Ist die finanzielle Schmerzgrenze für Oschatz schon erreicht?

Andreas Kretschmar: Weitere Belastungen können wir nicht auf uns nehmen, da wir selbst schon in der Vergangenheit erhebliche Einschnitte vorgenommen haben. Wir haben die Öffnungszeiten in der Stadtbibliothek und im Museum reduziert. Wir haben Turnhallen geschlossen und weggerissen. Wir haben erheblich Personal abgebaut. Und wir haben die Elternbeiträge für die Kindertagesstätten und Eintrittspreise fürs Erlebnisbad Platsch angepasst.

Reichen diese Einsparungen aus, um die sinkenden Finanzzuweisungen für die Stadt im Zusammenhang mit dem allmählichen Auslaufen des Solidarpaktes auszugleichen?

Nein, auf Dauer nicht.

Das heißt?

Der größte Kostenblock in unserem Haushalt ist der Zuschuss für das Platsch-Bad, der sich in diesem Jahr auf 880 000 Euro beläuft. Dem steht ein Defizit im städtischen Haushalt von 900 000 bis 1,2 Millionen Euro in den Jahren 2013 bis 2016 gegenüber. Wie der Zuschuss gesenkt werden kann, wird zur Zeit im Aufsichtsrat der Freizeitstätten GmbH diskutiert. Der Stadtrat wird darüber informiert. Da es sich um sensible Finanzdaten handelt, erfolgen diese Informationen nicht öffentlich.

Wie können die Kosten optimiert werden?

Es gibt technische Möglichkeiten, um Betriebskosten zu sparen. Und die Benutzungszeiten könnten eingeschränkt werden.

Wäre es nicht am einfachsten, das Bad zu schließen?

Das Platsch will niemand schließen. Außerdem müssen wir bis 2022 noch Kredite für das Bad abbezahlen.

CDU-Stadtrat Albert Pfeilsticker hat mit einer Teilprivatisierung des Bades eine weitere Variante ins Gespräch gebracht. Was halten Sie davon?

Wir sind mit einem privaten Badbetreiber im Gespräch. Der sieht aber im Fall einer Teilprivatisierung keine größeren Einsparmöglichkeiten, da in der Vergangenheit schon viel optimiert wurde.

Die Stadt kann sich das Platsch-Bad eigentlich nicht leisten, will es aber auch nicht schließen. Welchen Ausweg sehen Sie?

Der Stadtrat muss sich die Frage stellen: Welche kommunalen Dienstleistungen sind uns am wichtigsten, und auf welche können wir notfalls verzichten.Fragen: Frank Hörügel

Frank Hörügel

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