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Pokal-Aus durch schlechte Chancenverwertung

Pokal-Aus durch schlechte Chancenverwertung

So mancher wird bei der Ergebnisbetrachtung von 19:27 (10:17) für den SVG Celle in der ersten Runde um den DHB-Pokal denken, da war wohl nichts zu holen.

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Für die Oschatzer Handballerinnen ist die erste Hürde im DHB-Pokal zu hoch. Der Favorit aus Celle lässt sich in der Rosentalsporthalle vom SHV-Team nicht vorführen, auch wenn, wie hier Luise Ganske (r.) mit großem Einsatz kämpft.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Von Kerstin Staffe

 

 

 

Aber der nicht eben berauschend zu nennende Abschluss ließ die Tordifferenz zwischen beiden Vertretungen bereits zur Halbzeit auf sieben Treffer wachsen. Schon vor Spielbeginn kamen angesichts der körperlichen Kompaktheit der Gäste durchaus erste Zweifel im Publikum auf, ob es die Gastgeber erneut in die nächste Runde schaffen werden. "Ich habe meine Mannschaft seit dem Bekanntwerden der Auslosung darauf eingestellt, dass ihnen im wahrsten Sinne des Wortes eine Abwehrmauer gegenüberstehen wird. Im Spiel jedoch schien das vergessen zu sein, unsere hohen Kreisanspiele schnappte sich der durchweg größer gewachsene Gegner oder der Abschluss blieb im Block hängen", ärgerte sich SHV-Trainerin Jana Delor. Und Celle bestrafte jeden Fehlversuch sofort mit einem Kontertor. Acht Treffer resultierten in Halbzeit eins aus dem Tempogegenstoß.

Ansonsten machte sich vor allem das Trainergespann der Gäste keine Freunde im Oschatzer Handballpublikum. So blasiert geführt hat man in der Rosentalsporthalle noch keine Mannschaft agieren sehen. 30 Sekunden vor der Halbzeitpause bei eigener Sieben-Tore-Führung und aktueller Konterchance eine Auszeit zu nehmen - worin liegt der Sinn? Auch das ständige Wechseln Torwart gegen Feldspielerin bei den Zeitstrafen, diente wohl mehr dem eigenen Ego als taktischen Zwängen. Mag sein, dass der glücklose Absteiger aus der 1. Bundesliga (seit Januar 2012 ohne Pflichtspielsieg) das für die Saisonvorbereitung brauchte, den Betrachter hat es einfach nur genervt. Die Gastgeberinnen ließen sich von diesem Geplänkel möglicherweise ein Stück zu sehr beeinflussen, anstatt in gewohnter Weise gegenzuhalten. So waren es zu oft Einzelaktionen, die den gewünschten Erfolg bringen mussten.

Jedoch bemühten sich die Oschatzerinnen auch nach dem Seitenwechsel weiter, mit ihren Kombinationen zum Erfolg zu kommen. Doch entweder hatte der Pfosten etwas dagegen oder die gute Schlussfrau der Gäste. Nicht selten waren zwei, drei Versuche notwendig, um den Ball im Tor unterzubringen. So auch beim 11:18 (34. Minute), als erst Vujica am Pfosten scheiterte, Häußler die Torfrau nicht überwinden konnte und Wiersma im dritten Versuch dann den Ball ins Gehäuse brachte. Großen Anteil an der Begrenztheit der Niederlage hatte SHV-Torfrau Katrin Miersch. Sie stellte sich auf die Tempogegenstöße der Gäste im Verlauf der Begegnung immer besser ein und zog vor allem der linken Außenposition den Nerv. Im Duell Spielerin gegen Torfrau blieb sie beim Tempogegenstoß gleich mehrfach hintereinander erfolgreich. Heine und Schneider konnten mit zwei aufeinander folgenden Toren zum 16:22 (48.) und 17:22 (49.) noch einmal auf fünf Treffer verkürzen. Der nächste Oschatzer Konter landete wiederum am Pfosten, und Celle zog anschließend bis auf 17:25 weg.

Damit war die Entscheidung gefallen und das Abenteuer DHB-Pokal für den SHV Oschatz für diese Saison bereits beendet. Auch kein Beinbruch, kann sich die Mannschaft um Trainerin Jana Delor jetzt voll auf die Punktspielsaison konzentrieren. Dort möchten die Oschatzerinnen wieder ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Dazu viel Erfolg!

Oschatz: Miersch, Eichhorn; Ackermann, Schneider (7/1), Wiersma (2), Vujica (3), Häußler (1), Ganske (1), Natzschka (2), Heine (1), Staffe (1), Ludwig, (1), Hessel.

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