Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Polizei warnt vor Betrügern in Oschatz
Region Oschatz Polizei warnt vor Betrügern in Oschatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:41 22.10.2015
Die Polizei warnt vor Betrügern in Oschatz. (Symbolbild) Quelle: dpa
Anzeige
Oschatz

Schon im vergangenen Jahr nahm sie an einem Gewinnspiel teil, abonnierte dazu ein Boulevard-Magazin. Am Dienstag zur Mittagszeit erhielt sie den Anruf, dass sie gewonnen habe und ein Bote, in Begleitung eines Notars und zweier Polizisten, die Gewinnsumme überbringen werde, informierte die Polizeidirektion Leipzig. Bedingung für eine Übergabe wäre letztlich noch die Begleichung der Transportgebühr in Höhe von knapp 1000 Euro. Diese sollte durch Erwerb von Geschenkgutscheinen in besagter Höhe bei einem Online-Versandhaus erfolgen.

Nicht ahnend, dass sie gerade dabei war, dreisten Betrügern zum Opfer zu fallen, erwarb die Frau tatsächlich mehrere Gutscheine und übermittelte telefonisch die Codes. Die Betrüger teilten der vermeintlichen Gewinnerin mit, dass ein Fehler vorläge und sie gar das Doppelte gewonnen hätte. So wäre aber natürlich eine höhere Transportgebühr fällig – das Sechsfache! Solle sie nicht zahlen, würde die Überbringung des Geldes storniert werden. Langsam wurde die 32-Jährige stutzig. Sie erklärte dem Anrufer, dass eine Anzeige folgen werde, woraufhin der Mann auflegte. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt ausdrücklich vor solchen und ähnlichen Betrugsmaschen. Insbesondere ergeht der Hinweis, dass die Polizei bei der Überbringung von Gewinnen aus Gewinnspielen keine Amtshilfe leistet.

In einem weiteren Fall ist eine 83-Jährige Frau in Oschatz das Opfer. An ihrer Wohnungstür erklärte ihr ein Unbekannter, dass sie seit Mai 2015 keine Krankenkassenbeiträge entrichtet hätte. In Zuge dessen bot er ihr einen vermeintlichen Neuvertrag an, den die eingeschüchterte Frau noch an der Tür unterzeichnete. Gelesen hatte sie den Vertrag nicht.

Nachdem der Unbekannte gegangen war, telefonierte die Dame mit ihrer Tochter (54), die einen Betrug ahnte und ihre Mutter besuchte. Dabei bemerkte sie einen dunklen Van vor dem Wohnhaus, in dem zwei Männer saßen. Wenig später klingelte es an der Wohnungstür und einer der Van-Insassen stand vor der Tür. Von diesem verlangte die 54-Jährige den von ihrer Mutter unterschriebenen Vertrag zurück. Das wurde seitens des Unbekannten abgelehnt, lediglich einen Blankovertrag händigte er aus, den er aber umgehend zurückforderte. Nun weigerte sich die 54-Jährige, so dass ein Gezerre um das Papierstück entstand, das schließlich zerriss. Die Tochter erstattete Anzeige wegen Betrugs und beschrieb den Mann als etwa 1,75 Meter groß, 30 bis 35 Jahre alt und südländischen Typs. Er sprach mit sächsischem Dialekt, war dunkel gekleidet und trug Vollbart.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Welche Hinweise, Anregungen und Einwände zum Betrieb einer modernen Schweinezuchtanlage in Gaunitz sind relevant für den Gemeinderat und welche nicht? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Nachdem das Gremium bereits im Dezember den Bebauungsplan abgesegnet hatte, stand am Dienstagabend die Abwägung der Stellungnahmen von insgesamt 24 Verbänden, Behörden und Bürgern zur Debatte.

21.10.2015

Die Stadtverwaltung hatte für den Dienstagabend kurzfristig zu einer Einwohnerversammlung in das Rathaus eingeladen. Thema war die Unterbringung von Flüchtlingen in der Stadt. "In dieser Sache gibt es sehr viel Bewegung. Wir wollen Sie zum aktuellen Stand informieren und auf den Tisch legen, was wir wissen", begrüßte Bürgermeister Matthias Löwe die zirka 70 Besucher.

24.10.2015

Nach dem tragischen Unglück auf der Bundestraße 6 zwischen Luppa und Kühren, bei dem am Dienstagvormittag eine Zehnjährige ums Leben kam, ist nun auch der acht Jahre alte Bruder des Mädchens seinen Verletzungen erlegen. Auf regennasser Straße hatte die Mutter beim Überholen die Kontrolle über das Auto verloren.

21.10.2015
Anzeige