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Oschatz Positive Reaktionen auf Pläne für neue Ausstellung in Wermsdorf
Region Oschatz Positive Reaktionen auf Pläne für neue Ausstellung in Wermsdorf
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06:00 03.11.2018
Der Hochzeit zwischen Friedrich August und Maria Josepha soll nächstes Jahr eine Schau der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Schloss Hubertusburg gewidmet werden. Quelle: Jana Brechlin
Wermsdorf

Für Überraschung hat in Wermsdorf die Ankündigung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) gesorgt, im nächsten Jahr wieder eine Sonderschau im Schloss Hubertusburg durchzuführen. Zur Jahrespressekonferenz hatten Generaldirektorin Marion Ackermann und der Direktor von Grünem Gewölbe und Rüstkammer Dirk Syndram auf Anfrage bestätigt, dass die Kunstsammlungen ein entsprechendes Angebot unterbreitet und die Schau in ihr Programm für 2019 aufgenommen haben.

Finanzierung noch unklar

Unklar ist zurzeit noch die Finanzierung, räumte Syndram ein, da diese nicht aus dem Haushalt der SKD und dem Haushalt des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst bestritten werden könne. Vorgesehen sei, in den Räumen, die bereits 2013 für die Sonderschau „Die königliche Jagdresidenz und der Frieden von 1763“ hergerichtet wurden, erneut eine Ausstellung einzurichten. Diese stehe unter dem Titel „Friedrich August und Maria Josepha – das verlorene sächsische Rokoko“ und werde mit „exklusiven Objekten“ aus Rüstkammer und Grünem Gewölbe bestückt, so Syndram.

Bereicherung für Tourismus

„Das ist eine ganz tolle Nachricht“, sagte Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (CDU) angesichts dieser Pläne. Er freue sich vor allem, dass es die Staatlichen Kunstsammlungen sind, die sich der Ausstellungsfläche im Schloss Hubertusburg erneut annehmen. „Wir haben schon 2013 sehr gut zusammengearbeitet und gemeinsam alle Herausforderungen gemeistert. Der Kontakt ist seitdem nie abgerissen“, sagte er. Das neuerliche Engagement werde ganz sicher eine Bereicherung für den Tourismus in der Region sein, blickte Müller voraus.

Freundeskreis setzt auf Gesamtkonzept

Der Vorsitzende des Freundeskreises Schloss Hubertusburg Wolfgang Köhler sagte zu den jüngsten Nachrichten: „Eine neue Ausstellung finde ich großartig, und ich hoffe, dass die Finanzierung dafür gelingt.“ Wunsch des Freundeskreis, dessen Gästeführer seit 2013 mit hohem Einsatz ehrenamtlich weiterhin tausende Besucher durch das Schloss geführt haben, sei es, ein Gesamtkonzept für Hubertusburg zu entwickeln, das auch die Nutzung weiterer Flächen bis hin zum jüngst in den Fokus gerückten Parkettsaal vorsieht, so Köhler. Es gebe viele Menschen, die sich für das Schloss engagieren und gute Ideen entwickelt haben. Diese müssten jetzt zusammengebracht werden, um Hubertusburg, etwa als Museumsstandort auf eine neue Stufe zu heben, beschrieb er.

Hochzeit der Thronfolger

Der Einsatz des Freundeskreises indes ist in Dresden offenbar nicht unbemerkt geblieben. SKD-Generaldirektorin Marion Ackermann zeigte sich nach einem Besuch „tief beeindruckt“. Dabei habe sie erfahren, dass immer noch eine Vielzahl von Besuchern jährlich ins Schloss komme und darauf warte, dass etwas passiere. „Darüber sind wir sehr froh“, sagte sie am Donnerstag.

Die Hauptfiguren der vorgesehenen Ausstellung sollen der Sohn von August dem Starken Kurprinz Friedrich August und die Kaisertochter Maria Josepha aus dem Hause Habsburg sein. Die Hochzeit von beiden 1719 jährt sich im nächsten Jahr zum 300. Mal. Friedrich August, der später als polnischer König August III. bekannt wurde, bekam Schloss Hubertusburg von seinem Vater und ließ die Anlage weiter ausbauen und prunkvoll ausstatten. „Dies ist eines der bedeutendsten Gebäude aus der Epoche August III.“, erinnerte Dirk Syndram.

Schon in der Sonderschau 2013 in Wermsdorf hatte das Glamourpaar seiner Zeit eine Rolle gespielt: Neben einem Audienzstuhl aus der Regentschaft von August III. waren damals Ölgemälde mit Porträts des Regenten und seiner Gemahlin platziert. Beide Bilder gehören zur Gemäldegalerie Alte Meister, diese wurden rund 35 Jahre nach der Eheschließung angefertigt und zeigen das Paar in staatstragender Garderobe, mit Orden und Brillantschmuck.

Von Jana Brechlin

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