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Oschatz Prädikat verteidigt: Wermsdorf bleibt staatlich anerkannter Erholungsort
Region Oschatz Prädikat verteidigt: Wermsdorf bleibt staatlich anerkannter Erholungsort
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19:30 04.07.2016
Darauf einen Becher Wein: Die herbstliche Jahreszeiten-Figur vor dem Schloss Hubertusburg steht auch künftig im staatlich anerkannten Erholungsort. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Wermsdorf bleibt staatlich anerkannter Erholungsort. Wie Bürgermeister Matthias Müller (CDU) zur jüngsten Ratssitzung informierte, habe man den Bescheid kurz zuvor erhalten.

Nachdem der Titel 2004 verliehen wurde, stand nun die so genannte Reprädikatisierung an. Dafür musste die Kommune erneut eine Konzeption für den Erholungsort vorlegen und darin auf Erholungs- und Freizeiteinrichtungen verweisen. Eine Rolle spielt neben der touristischen Infrastruktur die Zahl der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, Ausflugsziele oder Kultureinrichtungen. Eine Reihe davon besuchten die Mitglieder der Bewertungskommission jüngst bei ihrer Stippvisite im Ort. Dabei besichtigten sie etwa die Gänsezucht Eskildsen, die Chocolatier Praetsch, das Schloss Hubertusburg oder das Kulturlandschaftsmuseum im Wermsdorfer Wald, so Müller. Offenbar habe die Fülle an Möglichkeiten bei den Vertretern der Kommission – darunter Mitarbeiter aus Ministerien und Verbänden – Eindruck hinterlassen, sagte Matthias Müller.

„Für mich ist die erneute Prädikatisierung auch ein Beleg für die Effizienz der Gemeinde. Denn für die Konzeption und die ganzen Gutachten mussten 2004 noch über 72 500 Euro ausgegeben werden“, erinnerte er, „zwar gab es dafür damals Fördermittel, aber der Eigenanteil der Kommune lag immerhin noch bei knapp 25 000 Euro.“ Der finanzielle Aufwand für die Reprädikatisierung betrage dagegen gerade einmal rund 3700 Euro, die vor allem für die Beurteilung der Luftqualität durch den Deutschen Wetterdienst und eine neue touristische Karte verwendet wurden. „Das ganze Konzept stammt dagegen komplett aus der Feder von unseren Mitarbeiterinnen Heidrun Jenetzky und Susan Müller“, lobte der Bürgermeister. Die offizielle Übergabe des Prädikats staatlich anerkannter Erholungsort soll zum Sommerempfang der Gemeinde folgen.


Von Jana Brechlin

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