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Oschatz Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach besucht Oschatz
Region Oschatz Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach besucht Oschatz
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16:33 03.12.2018
Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach (links hinten) feiert mit einem Bierchen 100 Jahre Freistaat Sachsen auf dem Oschatzer Neumarkt mit (von rechts) Dr. Ines Leidel, Felix-Florian Zehme, Sandra Zehme, Eberhard von Pogrell und Joachim Zehme. Quelle: Foto: Frank Hörügel
oschatz/schweta

Erstmals besuchte Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach am Sonntag die Region Oschatz. Der 72 Jahre alte Senior des Gesamthauses Wettin war vom Leiter der Oschatzer Friedensinitiative, Joachim Zehme, eingeladen worden. Anlass: die Aktion „100 Jahre Freistaat – Sachsens Glanz für einen Tag“. Am 13. November wurde in Schweta ein von Joachim Zehme geschaffenes Denkmal auf dem Gelände der Alten Schäferei eingeweiht, die sich von 1861 bis vor 1920 im Besitz des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach befand (wir berichteten). Den Anblick dieses Denkmals, das aus sieben symbolisch als Kreuz ausgelegten Steinen besteht, wollte sich der Prinz nicht entgehen lassen. An der Denkmaleinweihung Mitte November konnte er wegen einer Erkrankung nicht teilnehmen.

Internationaler Wettbewerb für Parforce- und Jagdhornbläser

Auf der Autofahrt von seinem Wohnort Mannheim in die Region Oschatz war dem Adeligen das Schloss Hubertusburg in Wermsdorf aufgefallen. „Das Schloss wartet darauf, mit Leben erfüllt zu werden. Das muss dann aber authentisch sein“, sagte der 72-Jährige. Zum Beispiel könne im Schloss Hubertusburg ein internationaler Wettbewerb für Parforce- und Jagdhornbläser veranstaltet werden, schlug er bei einer Kaffeepause im Café Wentzlaff vor. Und weil die Oschatzer relativ selten Gelegenheit haben, einen echten Vertreter des deutschen Hochadels zu interviewen, packte Joachim Zehme die Gelegenheit beim Schopfe: „Was ist das Wichtigste, das Sie in Ihrem Leben erreicht haben?“ Mit einem Wort hatte der Prinz alles gesagt: „Unabhängigkeit.“ Und was könne der Kunde in der heutigen Dienstleistungsgesellschaft vom König lernen? „Sein Leben zu regieren“, brachte es der 72-Jährige auf den Punkt.

Rollator mit einem Kasten Bier

Anschließend entfaltete Zehme auf dem Neumarkt ein Plakat „100 Jahre Freistaat Sachsen“ und bestückte einen Rollator mit einem Kasten Bier. Weil der Ausschank mit Rollator mobil sei, brauche er keine Genehmigung, begründete Zehme die Installation „Wir feiern die parlamentarische Demokratie“, prostete er dann dem Prinzen zu. Stilgerecht mit Bier aus Radeberg, ehemals königlich-sächsischer Hoflieferant.

Von Frank Hörügel

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