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Oschatz Problem-Kreuzung in Oschatz: Student aus Dresden präsentiert Alternativen
Region Oschatz Problem-Kreuzung in Oschatz: Student aus Dresden präsentiert Alternativen
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06:00 11.06.2016
Gefährliche Kreuzung: Die Ausfahrt aus der Altoschatzer Straße ist schlecht überschaubar. Quelle: Foto:Dirk Hunger
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Oschatz

Die Diskussion um die Kreuzung am Miltitzplatz nimmt wieder Fahrt auf. Dort, wo sich Wermsdorfer Straße, Altoschatzer Straße, Friedrich-Naumann-Promenade und Freiherr-vom-Stein- Promenade treffen, herrscht zwar viel Verkehr – doch die Ausbaupläne ruhen.

Neuen Schwung bringt jetzt Sebastian Stier. Der Student der Technischen Universität Dresden hat die Lösung des Oschatzer Kreuzungsproblems in seiner Diplomarbeit beleuchtet. Das Resultat stellte er am Donnerstag im Hauptausschuss vor. Im Dezember vergangenen Jahres zählte der junge Mann nicht nur Fahrzeuge, sondern wertete Verkehrsströme aus und prüfte die bisher diskutierten Umgestaltungsvarianten auf Vor- und Nachteile. Außerdem schlägt der Diplomand alternative Maßnahmen vor, die die Sicherheit an der Kreuzung erhöhen können (siehe Kasten).

Planungen zur Neugestaltung der Kreuzung gibt es beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr nicht. Außer Frage stehe jedoch, dass die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer an dieser markanten Stelle erhöht werden müsse. Außerdem bestehe Bedarf, weil mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen in den kommenden Jahren zu rechnen sei.

Ob dies am besten durch eine Ampelregelung, einen Kreisverkehr oder das Verlegen der Ausfahrt Altoschatzer Straße in Richtung Freiherr-vom-Stein-Promenade gelingen kann, hat Sebastian Stier untersucht und kommt zu dem Ergebnis, dass ein Kreisverkehr die sicherste Alternative ist.

Allerdings bringt der Kreisel auch die größten Einschnitte in die Natur, etwa Baumfällungen, und den meisten Flächenverbrauch mit sich. Leistungsfähiger wird die Kreuzung durch keine der drei Varianten. Für eine Ampelregelung spricht aus Sicht des Studenten, dass so gut wie keine Eingriffe im Umfeld erfolgen und zusätzliche Querungsmöglichkeiten für Radfahrer und Fußgänger entstehen, der Kreisverkehr dagegen würde die Verkehrsströme am schnellsten leiten. Das Umbinden der Altoschatzer Straße bedeute enorme Eingriffe in die Natur, zudem müsste der Spielplatz weichen.

Fakt ist: Sobald an der Kreuzung gebaut wird, ist die Stadt finanziell mit im Boot, denn die Altoschatzer Straße und die Freiherr-vom-Stein-Promenade sind kommunale Straßen, während Wermsdorfer Straße und Friedrich-Naumann-Promenade dem Freistaat gehören. Hier werden die Kosten durch eine sogenannte Kreuzungsvereinbarung aufgeteilt, erläuterte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos).

Christian Zieger (CDU) sprach sich im Sinne der meisten übrigen Ausschussmitglieder dafür aus, keine großen Maßnahmen zu ergreifen. „Wir sollten die aufgeführten kleinen Änderungen darauf prüfen was sich umsetzen lässt und ansonsten alles so lassen, wie es ist. So ist auch der Tenor der Oschatzer“, sagte er. Am sinnvollsten erscheine ihm ein Abbiegeverbot für Lastwagen in die Freiherr-vom Stein-Promenade umzusetzen.

Von Christian Kunze

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