Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Profi-Fußballerin Babett Peter
Region Oschatz Profi-Fußballerin Babett Peter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 03.06.2017
Babett Peter mit ihren stolzen Eltern Sylvia und Joachim. Die Fußballerin zeigt die Medaille zum Gewinn des DFB-Pokals. Quelle: Foto Frank Hörügel
Anzeige
Oschatz

Mehr geht fast nicht: Diese junge Frau ist Weltmeisterin, Olympiasiegerin, Europameisterin, sechsfache deutsche Meisterin und seit dem vergangenen Sonnabend auch noch zum fünften Mal DFB-Pokalsiegerin: Trotz dieses sportlichen Höhenfluges ist Babett Peter nicht abgehoben. Die 29-Jährige hat immer noch einen engen Kontakt zu ihrem Geburtsort Oschatz. So oft es geht, besucht die Innenverteidigerin vom VfL Wolfsburg ihre sächsische Heimatstadt.

Bis zum Donnerstag spannte sie ein paar Tage bei ihren Eltern Joachim (55) und Sylvia (56) aus. „Ich lasse hier alle Viere gerade sein. Es ist schön, dass ich mal keine Termine habe“, sagte Babett Peter. Zwei, drei Mal im Jahr besucht sie ihren Geburtsort, mehr lässt ihr voller Terminkalender nicht zu. Aber über den Familien-Chat mit ihren Eltern und ihrer Schwester Jacqueline hält sie ständig Kontakt zur Heimat. „Und meine Eltern sind fast bei jedem Heimspiel in Wolfsburg dabei. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass ich von meiner Familie zu jeder Tages- und Nachtzeit unterstützt werde.“ Nach den Spielen trifft sich die Familie zum gemeinsamen Essen. Und wenn Babett mal auf dem Rasen einen schlechten Tag erwischt hat, gibt’s gut gemeinte Kritik vom Vater. „Dann habe ich nicht so viel Spaß beim Essen“, bekennt die Profi-Fußballerin. Das ist aber eher die Ausnahme. „Wir sind unheimlich stolz darauf, dass wir in unserer Familie eine so tolle Fußballerin haben“, schwärmt Joachim Peter von seiner Tochter. Und ihre Mutter Sylvia ergänzt: „Ich freue mich besonders, dass Babett ihren Kindheitstraum verwirklicht hat. Schon im Hort wollte sie Fußballerin werden“

Ab Sonntag wird sich im Leben von Babett Peter wieder alles um den Fußball drehen. Dann bekommt sie ihren Trainingsplan für die Europameisterschaften (EM) in den Niederlanden. Die Oschatzerin erholt sich bis dahin eine Woche auf Mallorca – zwei bis vier Stunden tägliches Training inklusive. Und am 18. Juni beginnen die intensiven EM-Vorbereitungen.

Ans Aufhören denkt die 29-Jährige noch lange nicht. Gerade hat sie einen Drei-Jahres-Vertrag beim VfL Wolfsburg unterschrieben. „So lange ich noch Biss habe und die Leidenschaft, jedes Spiel zu gewinnen, geht es weiter“ Und für die Zeit nach der Profi-Karriere ist Babett nicht bange. Ihr Sportmanagement-Studium hat sie abgeschlossen, will später die Lizenzen als Trainerin machen. „Ich werde dem Sport treu bleiben“, ist sie sich sicher. Ob das Fußball sein werde, stehe noch nicht fest.

Von Frank Hörügel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Erst war es in einer Pariser Ausstellung der Hingucker. Jetzt ist das Gemälde von Ferdinand von Rayski „Jagdpause im Wermsdorfer Wald“ im Dresdener Albertinum zu sehen.

03.06.2017

Der Oschatzer Stadtrat hat für den Bau eines Solarfeld im Fliegerhorst grünes Licht geben. Jetzt lässt der Solarstrominvestor die Flächen untersuchen und hat einen Bauantrag eingereicht. Dabei ist es allerdings erforderlich, dass der Stadtrat Abweichungen vom Bebauungsplan akzeptiert. Allerdings sind die Flächen noch nicht verkauft.

02.06.2017

Die Mitglieder der Wermsdorfer Feuerwehren erhalten künftig fünf Euro Entschädigungssatzung, wenn sie zum Einsatz ausrücken. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Damit soll die Motivation der Helfer gestärkt werden.

02.06.2017
Anzeige