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Oschatz Projekt auf dem Oschatzer Töpfermarkt bringt Abwechslung in Feriengestaltung
Region Oschatz Projekt auf dem Oschatzer Töpfermarkt bringt Abwechslung in Feriengestaltung
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17:37 24.08.2012

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Von Janett Petermann

Die Wahl der Teilnehmer fiel auf die Kinder aus dem evangelischen Kinderheim in Borna. Der Kurs erhielt den Namen "Die Vier Elemente im Einklang" und wurde für Mitte August angesetzt. In den vergangenen zwei Wochen war es dann soweit. Durch kleine Gruppen wurde sicher gestellt, dass jeder die volle Aufmerksamkeit der Künstler bekommt." Wir waren überrascht, wie einfach der Umgang mit den Kindern für uns war und wie hoch motiviert sie waren", lobte Thibault. Gut war, dass mit dem Arbeitstitel jeder etwas anfangen konnte. Ton vereint in den Stufen bis zum fertigen Werkstück alle Elemente in sich. Zuerst muss die Erde mit Wasser formbar gemacht werden, dann nach dem Modellieren an der Luft trocknen und Feuer brennt die Figur zu einem robusten Gegenstand. Neu war das Rohmaterial aber für die Kinder nicht. Mit reichlich Vorkenntnissen ging der 13-jährige Pierre Siebeneicher an die Arbeit. "Ich habe in Kunst eine Eins und auch in der Schule arbeitete ich gern mit Ton", so der Schüler. Heraus kamen Tonscheiben, Kugeln und Murmeln, die nach dem Brennen auf etwa 1,5 Meter lange Metallstangen gesteckt wurden. An die großen Scheiben montierte Wolfgang Thibault kleine Metallrohre, die bei Wind sanft klingen. Bei genauerer Betrachtung sind vor allem die Muster auf den Stücken interessant. "Wir waren mit den Kindern in der Natur und arbeiteten diese Formen in die Objekte ein", erklärt der Projektleiter Thibault. So sieht man Abdrücke von Blättern und Pflanzen, die entstanden, indem sie gewalzt wurden.

Auf Kugeln und Scheiben wurden organische Formen aufgemalt und die Scheiben erinnerten mit ihrer Rolltechnik an Lakritze. "Auf unser fertiges Kunstwerk werden wir gut aufpassen", war sich auch die Neunjährige Pauline Pottetz sicher, die mit Freude am Projekt teilnahm. "Für die Kinder ist es einfach eine Gelegenheit einmal raus zu kommen", schätzt Betreuerin Roswitha Andreas das Engagement der Künstlerfamilie ein. Wer sich für das fertige Endprodukt aus Feuer, Wasser, Erde und Luft interessiert, kann gern einen Blick in den Garten des Bornaer Kinderheims werfen, wo die Skulpturen einen dauerhaften Platz erhalten werden.

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