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Rad im Gepäck nach Neuseeland

Rad im Gepäck nach Neuseeland

In der hiesigen Radsportszene hat er sich längst einen Namen gemacht. Jetzt will der Mannschatzer Hermes Schade auch in Neuseeland auf Medaillenjagd gehen.

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Hermes Schade schultert sein Rad für seine Reise nach Neuseeland. Sein Teamkollege David Schatzki bleibt hier und will den Mannschatzer von Oschatz aus mit Rat, Tat und Material unterstützen.

Quelle: Sven Bartsch

Mannschatz/Christchurch. Gestern hob der 25-Jährige ab und wird erst im Frühjahr 2014 wieder in Sachsen landen.

 

Mehrmals hat Hermes Schade in den vergangenen Wochen seine Packliste für den Flug nach Neuseeland aufgestellt. Das gelang aber immer nur so weit, bis das Fahrrad an die Reihe kam. Schließlich hat er doch eine Lösung gefunden. Für das Mitführen solch sperriger Gepäckstücke gibt es einige Auflagen zu erfüllen. "Ich sehe das alles ganz locker. Hauptsache mein Rad ist verpackt und kommt heil in Neuseeland an", sagt der 25-Jährige.

 

Inspiriert wurde der Lehramtsstudent zu der Reise, die bis März dauern soll, von Kommilitonen, die ihm von Land und Leuten vorschwärmten. Einem Urlaubssemester stand dann nach einiger Planung nichts mehr im Weg. Gestern Vormittag war die letzte Runde des Kofferpackens endgültig abgeschlossen - und Hermes Schade machte sich auf den langen Flug einmal fast um die Welt nach Christchurch, Neuseeland. An diesem Land fasziniert ihn auch die lokale Radsportszene. "Ich habe gehört, dass die Neuseeländer richtig gute Downhill-Fahrer (Bergabfahrt, d. Red.) sind und will einfach testen, ob ich mich mit ihnen messen kann", sagt der 25-Jährige.

 

Wenn er in Christchurch angekommen ist und sein Rad zusammengebaut hat, dann wird einer seiner ersten Wege zum örtlichen Fahrradshop führen. "Ich brauche außerdem einen Transporter, in dem ich dann für den Rest des Jahres schlafen kann und muss schnellstmöglich Kontakte zur örtlichen Radsportszene knüpfen", blickt der Sportler voraus.

 

Bis zu der Rennserie NZ MTB Cup Series, an der er teilnehmen will, hat er aber noch zum trainieren Zeit. Denn die ersten Rennen beginnen erst im Januar 2014. Bis dahin will sich Hermes Schade mit Hilfsjobs über Wasser halten. "Sicherlich werden herkömmliche Berufe wie Kellnern und Obst pflücken auf dem Plan stehen. Aber am liebsten wäre mir eine Tätigkeit in einem Fahrradladen. Das kann ich - und da fühle ich mich wohl."

 

Neben Arbeiten wird dann intensives Training auf der Tagesordnung stehen. "Ich sehe es als Herausforderung, mich an den fremden Untergrund zu gewöhnen. Eine andere Konsistenz des Bodens bedeutet, dass ich mich neu an mein Leistungslimit herantasten muss und eine gewisse Eingewöhnungszeit brauchen werde", schätzt der Sachse.

 

Unterstützung bei diesem Abenteuer bekommt er von seinem Oschatzer Teamkollegen David Schatzki. Der wird aus der Ferne ein Auge auf Hermes Schade und seine Ausrüstung werfen und mit Rat, Tat und Material zur Seite stehen. "Wir werden von hier aus jeden Schritt verfolgen und mitfiebern. Auch für uns ist das ein kleines Abenteuer, denn er vertritt ja unser Team am anderen Ende der Welt", so Schatzki.

 

Insgesamt liegen fünf Rennen in sechs Wochen vor dem Radsportler. Damit er dann nicht vollkommen ausgebrannt von der körperlichen Anstrengung wieder in Deutschland landet, legt er vor seiner endgültigen Rückkehr noch einen Stop in Thailand ein. "Das habe ich mir dann sicherlich auch verdient", schmunzelt der Weltenbummler.

Janett Petermann

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