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Oschatz Radfahren im Kreis Nordsachsen mit Konzept
Region Oschatz Radfahren im Kreis Nordsachsen mit Konzept
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16:37 09.04.2013
Hier sind Radfahrer sicher unterwegs: Ein kombinierter Rad-/Fußweg wie hier an der Oschatzer Friedensstraße ist im Stadtgebiet eher die Ausnahme. Quelle: Dirk Hunger

Dazu hat sich der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung mit dem Beschluss einer Radverkehrskonzeption bekannt. Jetzt hängt alles an der Finanzierung.

Radfahren hat Perspektive - auch im ländlichen Raum. Nach Einschätzung des Planungsbüros "StadtLabor", das die Konzeption im Auftrag des Landkreises erarbeitet hat, könnte der Anteil des Radverkehrs hier von jetzt acht bis zum Jahr 2020 auf 13 Prozent gesteigert werden. Das passiert allerdings nicht im Selbstlauf.

Idealerweise sollten Radfahrer auf separaten Radwegen rollen. Doch die gibt es im Kreis Nordsachsen nur an zwölf Prozent der Straßen. Die Bundesstraßen sind mit einem Anteil von 24 Prozent Radwegen noch am besten ausgestattet, gefolgt von den Staatsstraßen mit 15 Prozent und den Kreisstraßen mit vier Prozent. "Trotz der bestehenden Infrastruktur muss das Netz weiter ausgebaut werden. Vor allem durch die lückenhafte und nicht durchgängige Ausführung der bestehenden Anlagen müssen Radfahrer auf Straßen fahren, welche beispielsweise durch ein zu hohes Kfz-Aufkommen gekennzeichnet sind", schätzen die Planer ein. Und sie empfehlen neue Streckenverbindungen, die es jetzt noch nicht gibt, wie zwischen Dahlen und Schildau, Dahlen und Oschatz, Oschatz und Mügeln, Wurzen und Dahlen, Wurzen und Oschatz sowie Mügeln und Leisnig und Mügeln-Döbeln.

Bei den Vorschlägen zur Verbesserung der Radverbindungen greifen die Planer auch auf "alte Hüte" zurück. So wird die Nutzung der stillgelegten Kleinbahntrasse zwischen Oschatz und Strehla wieder ins Spiel gebracht. Und der Alltagsradverkehr zwischen den Mittelzentren Oschatz und Riesa mit einer Entfernung von etwa 14 Kilometer birgt nach Einschätzung der Planer große Potenziale.

Auch den Vorschlag des CDU-Fraktionschefs im Kreistag, Albert Pfeilsticker, greifen die Planer auf. Weil durch den Bevölkerungsrückgang voraussichtlich der Verkehr von Kraftfahrzeugen zurück gehen wird, könnten parallel zu leistungsfähigen Straßen verlaufende Straßen für den Kraftfahrzeug-Verkehr gesperrt und für Radfahrer reserviert werden. Exemplarisch nennt das Konzept hier die kommunale Straße zwischen Limbach und Thalheim sowie die Kreisstraße zwischen Naundorf und Altoschatz südlich von Oschatz.

Damit das Radkonzept nicht im Sand verläuft, schlägt "StadtLabor" die Ernennung eines Radverkehrsbeauftragten als zentralen Ansprechpartner für den Landkreis vor. Außerdem soll die Arbeitsgruppe Radverkehr fortgeführt werden. Und morgen Abend wird sich der Technische Ausschuss in Oschatz mit dem Konzept beschäftigen (Sitzungsbeginn: 18.30 Uhr im Rathaus).

@Radverkehsrkonzept im Internet: www.landkreis-nordsachsen.de/r-tourismus-a-2774.htm

Frank Hörügel

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