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Oschatz Radlehrpfad eröffnet – Wermsdorf lockt Besucher auf das Fahrrad
Region Oschatz Radlehrpfad eröffnet – Wermsdorf lockt Besucher auf das Fahrrad
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06:00 13.06.2016
Am Franzosengard im Lindigt wurde die erste Tafel des neuen Radlehrpfades feierlich enthüllt, bevor die Strecke dann unter die Lupe genommen wurde.
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Wermsdorf

Die Hubertusburg und das Alte Jagdschloss sind Wahrzeichen Wermsdorfs, die nicht nur jeder Wermsdorfer kennt. Aber in und um Wermsdorf gibt es eine Reihe von interessanten Orten und Geschichten. Orte, die heute in Schulbüchern gar fehlen und die selbst für manchen Heimatinteressierten neu sind. Wer kennt schon den Forstwirtschaftler Zinkernagel, der den Eichenanbau in den Wäldern forcierte und im Collmer Wald ein Denkmal hat? Wer weiß, dass die Grauwacke für den Albertturm auf dem Collmberg aus dem Collmer Steinbruch stammt? Wo liegt das Wüste Schloss Heyn und wo das Franzosengrab? Die Antworten können Interessierte seit dem Wochenende per Rad oder zu Fuß entdecken. 17 verschiedene Orte entlang eines Radlehrpfades rund um Wermsdorf wurden beschildert und laden zu einer Entdeckertour unter dem Motto „Zu Kultur und Natur“ ein. Die Idee, vorhandene Sehenswürdigkeiten so zu verbinden, hatte Geografin Theresa Ullrich im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit an der Universität Leipzig.

Kontakte zum Wermsdorfer Heimatverein, die Vernetzung mit Gemeinde und dem Sachsenforst führten dazu, dass auch alle vertraglichen Regelungen getroffen werden konnten, damit nun Interessierte Besucher auf rund 40 Kilometern auf Erkundungstour gehen können. „Das ist kein Radweg wie man ihn zum Beispiel vom Elbradweg kennt. Jedem bleibt überlassen, welche Orte er aufsucht und wie er zu ihnen gelangt“, erklärt Gundolf Schmidt, Vorsitzender des Wermsdorfer Heimatvereins. Mehr als 20 Radler, der Jüngste Mino Nolpert aus Leuben gerade mal drei Jahre alt, machten sich am Sonnabend zum ersten Mal auf, um die 17 Orte kennenzulernen. Symbolisch wurde die erste der aufgestellten Informationstafeln am Franzosengrab im Lindigt eingeweiht. Jede Tafel enthält nicht nur die wichtigsten Informationen zum Ort, sondern auch einen QR-Code, über den viel Wissenswertes abgerufen werden kann.

Zudem erhalten alle Orte GPS-Daten, so dass sie sich auch für das Geocaching eignen. „Im Frühjahr werden wir noch ein Faltblatt herausgeben“, informierte Schmidt. Gefördert wird die Einrichtung des Lehrpfades durch die Sparkassenstiftung Torgau-Oschatz mit 2500 Euro. Der Verein nimmt weitere 1500 Euro in die Hand. Die Einrichtung des Lehrpfades ist ein gutes Beispiel dafür, wie im Netzwerk etwas zur Belebung des touristischen Angebotes umgesetzt werden kann. Nicht jeder für sich, sondern gemeinsam.

Von Bärbel Schumann

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