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Oschatz Radsport auf die extreme Tour
Region Oschatz Radsport auf die extreme Tour
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16:03 25.10.2013
Rainer Harmuß kann von seinem Rennrad nicht lassen. Quelle: Bärbel Schumann

Ein Leben ohne Sport kann sich Rainer Harmuß nicht vorstellen. "Da ich nicht sehr groß bin, habe ich als Kind mit dem Turnen in Oschatz bei Übungsleitern wie Paul Scholz begonnen und dies bis zur 10. Klasse betrieben", klärt der 49-Jährige auf.

Regelmäßig trainierte er in den Folgejahren, beteiligte sich erfolgreich an "Stärkster Lehrling" oder "Stärkster Mann der Volksarmee gesucht". Eine Verletzung zwang ihn schließlich zum Aufhören. Als Ausgleich begann Rainer Harmuß Rad zu fahren. "Auf einem ganz normalen Tourenrad fing es an", blickt er zurück.

Die Strecken wurden immer länger, Harmuß fuhr und fährt seitdem auch so oft es geht, mit dem Rad nach Grimma und Döbeln zur Arbeit, wo er als Kfz-Mechaniker im Schichtdienst tätig ist. Mit dem ersten eigenen Rennrad startete er schließlich bei Jedermann-Radrennen. Unterstützung erhielt er vom Oschatzer Dieter Starke und Mitgliedern des Fritzsche-Teams des LRC.

Beim Extremradsport blieb er hängen. "Schon nach dem ersten langen Rennen in Schleiz über eine bergige Strecke von 145 Kilometern wusste ich, dass mir lange Strecken mit etlichen Metern Höhenunterschied liegen. 2012 bin ich im Sommer den ersten Radmarathon gefahren." Es folgten solche Rennen wie die Elbspitze über 736 Kilometer oder der Söldener Ötztaler-Radmarathon. "Das ist genau mein Ding. Man bereitet sich langfristig vor, ruft dann die Leistung ab und entwickelt dabei einen sehr starken Willen, um das gesteckte Ziel zu erreichen", erzählt Harmuß. Dafür "schrubbt" er in der Woche zwischen 250 und 400 Trainingskilometern. Jährlich kommen so mehr als 13 500 Kilometer zusammen.

Nach seinen Wünschen und Zielen befragt, hofft der Leubener, noch viele Extremradsportwettbewerbe erfolgreich bestreiten zu können. Privat wünscht sich der derzeitige Single wieder eine Partnerin an seiner Seite. Sie sollte Verständnis für seinen Sport mitbringen, besser noch, selbst als Läuferin oder Radsportlerin aktiv sein.

Bärbel Schumann iKarten für den OAZ-Sportlerball am 9. November im Thomas-Müntzer-Haus gibt es in der OAZ-Geschäftsstelle.

Bärbel Schumann

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