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Radweg an gefährlicher Straße bei Mügeln soll nun doch gebaut werden

Verkehr Radweg an gefährlicher Straße bei Mügeln soll nun doch gebaut werden

Seit Jahren kämpfen Anlieger und Betroffene für den Bau eines Radweges an der gefährlichen Straße zwischen Mügeln und Neusornzig. Ihr Kampf hat sich gelohnt, der Radweg soll nun gebaut werden.

Bürger fordern mit einem Fahrrad-Corso den Bau eines Radweges.

Quelle: Bärbel Schumann

mügeln dresden. Seit Jahren ist der fehlende Rad- und Fußweg neben der Staatsstraße 31 von Bockelwitz über Neusornzig und Mügeln bis Oschatz ein Ärgernis für die Menschen in der Region. Am Donnerstag traf sich deswegen erneut der Landtagsabgeordnete Volkmar Winkler (SPD) mit dem Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Hartmut Mangold, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die OAZ befragte Volkmar Winkler dazu.

Wie sieht es aus? Hat man im zuständigen Ministerium und den nachgeordneten Behörden die Bürgeraktionen wahrgenommen?

Noch im Sommer des letzten Jahres hatte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mitgeteilt, keine Notwendigkeit für den Bau eines Rad- und Fußweges zu sehen. Dabei bezog sich die Behörde auf Zahlen aus dem Jahr 2014. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) prüfte aufgrund der öffentlichen Proteste – und nachdem ich dort auf die Situation aufmerksam machte – noch mal im November 2017 den Fall und erkannte, dass gegenüber der Zählung von 2011 die Landesverkehrsprognose für 2030 eine erhebliche Steigerung darstellt. Über 5000 Fahrzeuge werden zukünftig täglich über die S 31 fahren.

Was geschieht nun?

Da sich die Verkehrsbelastung so erheblich gesteigert hat, wird es in den nächsten Wochen ein Gespräch zwischen dem SMWA, der Kommune und dem Landkreis geben, um ein Streckenkonzept zu erarbeiten. Wenn alles gut läuft, kann der Radweg schon bald in Planung gegeben werden. Ich habe als Landtagsabgeordneter das Ministerium immer wieder auf das Problem und den fehlenden Rad- und Fußweg hingewiesen, da ich schon bis 2014 als Bürgermeister für die Sache gemeinsam mit anderen Menschen aus der Region – wie dem damaligen CDU-Gemeinderat Doktor Eckehard Rexroth und anderen – gekämpft habe. Aber das war nicht allein der ausschlaggebende Punkt.

Was war es dann?

In den letzten Monaten gab es viele Aktivitäten, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Ob Elterninitiative, Unterschriftensammlung, Fahrradcorso, Protestaufkleber – alles hat in der Summe dazu beigetragen, die Landespolitik für das Thema zu sensibilisieren. Ich danke deshalb jedem Einzelnen, der sich in den letzten Monaten und Jahren für den Radweg eingesetzt hat. Die Region hat damit ein wichtiges Zeichen gesetzt und ist ein Beispiel dafür, was man über politische Ansichten hinaus gemeinsam erreichen kann.

Wie wird es weitergehen, was sind die nächsten Schritte?

Wann der Bau des Radweges beginnt, hängt von vielen Faktoren ab: Zum Beispiel der schnellen Entscheidung zur Trassenführung, den Planungskapazitäten im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, den Einwänden der im Planungsverfahren beteiligten Träger öffentlicher Belange sowie dem Wohlwollen der Anlieger zur Bereitstellung des notwendigen Baulandes.

Der Radweg soll als begleitender Rad- und Fußweg zur Staatsstraße S 31 entstehen. Was bedeutet das?

Auf alle Fälle wird die bisherige Einstufung der Straße in die Klasse C überprüft und eine Änderung vorgenommen. Das soll zeitnah geschehen. Das Ministerium wird das Landesamt für Straßenbau und Verkehr anweisen, nachträglich den Weg straßenbegleitend zu errichten. Das bedeutet, dass es dann auch die Kosten dafür tragen und die Kommune damit nicht belastet wird. Ich glaube, das wird auch die Mügelner Stadträte und meinen Nachfolger Johannes Ecke freuen. Wer jedoch denkt, dass wir im nächsten Jahr den Radweg schon haben werden, der irrt. Das Verfahren wird schon mindestens zwei, drei Jahre – im günstigsten Fall – in Anspruch nehmen. Deshalb möchte ich auch an alle Bürger appellieren, dies nach besten Kräften zu unterstützen.

Von Bärbel Schumann

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