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Oschatz Radwegekonzept:Oschatz will Gang hochschalten
Region Oschatz Radwegekonzept:Oschatz will Gang hochschalten
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17:04 13.01.2012

"Wir haben eine stark abnehmende Bevölkerungszahl, aber einen zunehmenden Radverkehr. Darauf müssen wir reagieren", sagt Albert Pfeilsticker. Dem Oschatzer liegt dieses Thema als Stadtrat und CDU-Fraktionschef im Kreistag Nordsachsen am Herzen. Und er serviert auch gleich einen unkonventionellen Vorschlag: wenig befahrene Parallelstraßen für Kraftfahrzeuge zu sperren und für Radfahrer zu reservieren. Damit würden die Kosten für die Fahrbahninstandhaltung und gleichzeitig der Aufwand für den Bau neuer Radwege sinken. Rund um Oschatz kämen dafür nach Einschätzung von Pfeilsticker beispielsweise die Straße zwischen Altoschatz und Naundorf oder zwischen Limbach und Thalheim in Frage. Pfeilsticker: "Denn die meisten Limbacher fahren über Leuben nach Oschatz." Bei Beratungen mit dem Landkreis werde seine Fraktion diesen Vorschlag einbringen, kündigt der Kommunalpolitiker an.

Laut Rayk Bergner, Pressesprecher des Landratsamtes Nordsachsen, hat der Landkreis 2011 ein Radwegekonzept für den gesamten Landkreis in Auftrag gegeben. Im Februar werde es das nächste Treffen der Arbeitsgruppe geben, die sich mit diesem Thema befasst. "Den Vorschlag, Straßen für Radfahrer umzuwidmen, werden wir in der Arbeitsgruppe thematisieren - und dann entscheiden, ob das möglich ist oder nicht", so Bergner.

Das Radwegekonzept für die Region bewegt auch den Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos). Bei seiner Neujahrsrede räumte er ein, dass es in der Vergangenheit große Versäumnisse gegeben habe. Heute werde der Ausbau von Radwegen nur gefördert, wenn ein vom Kreistag erstelltes Radwegekonzept vorliege. "Der ehemalige Landkreis Torgau-Oschatz hat aber nie ein entsprechendes Konzept auf den Weg gebracht", betonte Kretschmar selbstkritisch, weil er selbst seit vielen Jahren Mitglied des Kreistages ist.

Inzwischen werde dieser Fehler aus der Vergangenheit korrigiert. "Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Nordsachsen hat sich die Erstellung eine solchen Konzeptes auf die Fahnen geschrieben", so Kretschmar. Im Klartext heißt das: Es können keine Fördermittel für den Radwegebau fließen, so lange kein Konzept vorliegt. Und künftig werden Fördermittel eher gestrichen als aufgestockt.

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Sollten wenig befahrene Parallelstraßen für Kraftfahrzeuge gesperrt und für Radfahrer reserviert werden? Uns interessiert Ihre Meinung. Bitte schreiben Sie uns Ihre Ansicht an die OAZ, Seminarstraße 2 in 04758 Oschatz oder senden Sie uns eine E-Mail: oschatz.redaktion@lvz.de

Frank Hörügel/Hagen Rösner

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