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Oschatz Raubmöwen spielen auf einem anderen Niveau
Region Oschatz Raubmöwen spielen auf einem anderen Niveau
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15:40 31.03.2014
Die Handballerinnen um Doreen Wiersma (Nr. 6) und Franziska Staffe (r.) heben gegen den Spitzenreiter keine Siegchance. Quelle: Dirk Hunger
SHV Oschatz

Die Raubmöwen aus Travemünde zeigten in ihrem Spiel deutlich einen Klassenunterschied auf. Völlig zu recht stehen sie an der Tabellenspitze und haben den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga schon in der Tasche. SHV-Trainer Andreas Schumann konnte auf das Feld schicken, wen er wollte, es gab nicht die Spur einer Gewinnaussicht.

Die Gastgeber konnten nur bis zum 7:9 (13. Minute) ansatzweise zeigen, wozu sie in der Lage sind. Danach waren sie zunehmend verunsichert, produzierten zu viele einfache Ballverluste, die die Gäste sofort in Kontertore umsetzten. Travemünde offenbarte schnellen, schnörkellosen Angriffshandball und eine aggressive Deckungsarbeit. Die SHV-Spielerinnen zeigten sich davon sichtbar beeindruckt und versäumten es, ihrerseits in der Abwehr eine feste Hand zu präsentieren. Taten sie es doch einmal, wurden sie - aus Zuschauersicht - öfter als die Gäste von den Unparteiischen gestoppt. Der offizielle Spielbericht zeigt jedoch, dass die Zeitstrafen nahezu gleich verteilt sind - Oschatz drei, Travemünde zwei. Die Wahrnehmung von Schiedsrichterentscheidungen ist und bleibt eben immer subjektiv. Die Gäste hatten bis zur Pause bereits eine klare Vorentscheidung herbeigeführt.

Die Raubmöwen kamen frisch aus der Kabine und setzten ihren Beutezug in der Rosentalsporthalle fort. Die ersten zwei Treffer in der zweiten Spielhälfte gehörten trotzdem der SHV-Sieben. Doreen Wiersma setzte sich am Kreis durch und konnte mit ihren beiden Toren auf 14:21 (32.) verkürzen. Der SHV stemmte sich bis zur 42. Minute zunächst gegen die ohnehin schon schmerzhafte Zehn-Tore-Grenze. Aber auch die erneut gut haltende SHV-Keeperin Lisa Zimmermann konnte den 18:28-Führungstreffer dann nicht verhindern. Ein ums andere Mal waren die Oschatzerinnen mit den individuellen Stärken des Gästeangriffs in der Deckung überfordert. Andreas Schumann reagierte noch einmal mit einer Auszeit. Wohl eher, um seinen Spielerinnen eine erneute Verschnaufpause zu gönnen und Ruhe in die Aktionen zu bringen. An eine Wende im weiteren Verlauf war nicht zu denken. Unbeirrt setzten die Gäste ihr Spiel um, trafen im Tempogegenstoß ebenso wie aus dem Rückraum, vom Kreis oder von den Außenpositionen. Diese Vielfalt machte den Unterschied, da gab es auch keinen Bruch im Gästespiel, als beim Stand von 20:37 (50.) gleich ein dreifacher Wechsel vorgenommen wurde.

Das SHV-Team wird mit Trainer Andreas Schumann diese Begegnung genauso auswerten wie alle anderen, aber überbewerten wird man diese zu erwartete Niederlage nicht. Die Konzentration gilt jetzt der nächsten Partie gegen den SV Brandenburg. Da müssen am nächsten Wochenende die Punkte geholt werden.

Oschatz: Zimmermann; Witecy, Wiersma (3), Dybowski, Josephine Hessel (4/1), Wirsik, Kube (1), Staffe, Heine (3), Ganske (1), Schneider (10).

Kerstin Staffe

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