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Oschatz Rauchsäule aus Chemiefabrik Rematec löst Großeinsatz in Mügeln aus
Region Oschatz Rauchsäule aus Chemiefabrik Rematec löst Großeinsatz in Mügeln aus
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14:33 21.09.2017
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mügeln bekämpfen den Qualm mit Löschwasser. Quelle: Fotos: Sven Bartsch
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Mügeln

Dicke Rauchwolken stiegen am Mittwochabend plötzlich in den Himmel über Mügeln. Die Brandmeldeanlage der Firma Rematec hatte ausgelöst. Die Rettungsleitstelle in Leipzig alarmierte um 20.16 Uhr die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mügeln und orderte später die Sornziger und Schwetaer Wehr zum Ort des Geschehens. „Wir sind mit zehn Fahrzeugen und 39 Kameraden zum Einsatz gefahren und haben auf der Anfahrt bereits die starke Rauchentwicklung gesehen“, sagte gestern Ingo Fischer, der den Einsatz leitete. Mehrfach habe es in Mügeln Sirenenalarm gegeben. Bei der Ankunft stellten die Kameraden fest, dass die Mitarbeiter des Unternehmens eine Anlage mit einer Löscheinrichtung kühlten. „Da es sich um keinen Brand handelte, konnten die Feuerwehren Sornzig und Schweta wieder in ihr Depot abrücken. Wir haben dann noch geholfen, die Anlage herunter zu kühlen und mit Wasser den Qualm niedergeschlagen, damit er sich nicht weiter ausbreiten konnte“, so Fischer.

Überdruck in Destillationsanlage

„Tatsache ist, dass eine technische Sicherheitseinrichtung an einer Destillationsanlage aufgrund von Überdruck angeschlagen hatte“, informierte Werkleiter Rico Doßmann. Einen Brand habe es nicht gegeben. Aus der Anlage sei das Lösemittel Ethanol entwichen. „Es musste gefahrlos abgeleitet werden. Die Ableitung erfolgt in einen separaten Auffangbehälter. Dies ist notwendig damit die Destillationsanlage nicht unkontrolliert platzt“, so Doßmann weiter. Vorsorglich wurde der Auffangbehälter und der Trockner mit Wasser und Schaum behandelt worden. „Es hat alles funktioniert, wie technisch vorgeschrieben“, versichert Doßmann. Bei der Havarie sei die Sicherheitseinrichtung des Behälters wie vorgesehen zerstört worden. Den Schaden schätzt der Werkleiter auf etwa 1000 Euro. Personen kamen nicht zu Schaden.

Anlage heruntergefahren

Die Anlage wurde heruntergefahren und soll nun in den nächsten Tagen gereinigt, geprüft sowie die Sicherheitseinrichtung erneuert werden, bevor sie wieder in Betrieb geht. Auch Beamte des Polizeireviers Oschatz waren vor Ort. „Es sah gefährlicher aus, als es ist und es war nur heißer Dampf ausgetreten“, sagte Steffen Manzke, stellvertretender Leiter des Polizeireviers Oschatz und ergänzte: „Es werden keine polizeilichen Ermittlungen eingeleitet.“ Anwohner verglichen den Geruch des ausgetretenen Dampfes mit dem von abgebrannten Gummireifen. In der Vergangenheit hatte es immer wieder in Mügeln gebrannt. 2004 gab es nach einer Explosion und einem Brand zwei Tote und einen Schwerverletzten. Seinerzeit wurde eine Anlage zerstört, Schadstoffe drangen ins Grundwasser. Zuletzt brannte es bei Rematec 2015. Damals hatten sich getrocknete Farb- und Lackabfälle selbst entzündet.

Von Heinz Großnick

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