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Oschatz Regenschirm-Meer am Rosensee: Oschatz feiert bei Kerzenlicht und Livemusik
Region Oschatz Regenschirm-Meer am Rosensee: Oschatz feiert bei Kerzenlicht und Livemusik
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20:10 29.07.2018
Regenschirm mitbringen war am Samstag Pflicht. Die Oschatzer machten aufgrund des Wetters auch ausgiebig Gebrauch davon. Quelle: Foto: Christian Neffe
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Oschatz

„It never rains in Southern California“? In Oschatz leider schon. Der dritte Song, mit dem die Band Joe’s Company am Samstag aufspielte, mutete ob der Wetterlage reichlich ironisch an. Ähnlich ironisch wirkte es, als just um 18 Uhr zur Eröffnung des diesjährigen „Lichtermeers am Rosensee“ die ersten, leichten Regentropfen über dem O-Schatz-Park niedergingen. Man hätte das als schlechtes Vorzeichen deuten können: Sollte sich die Regenpanne von 2011 etwa wiederholen? Ausgerechnet dann, wenn die liebgewonnene Veranstaltung nach vier Jahren Pause endlich wieder zurückkehrt? Erst recht nach dieser knochentrockenen Woche?

Oschatzer lassen sich nicht beirren

Glücklicherweise lautete die gute Nachricht am Ende des Abends: nein. Zwar kamen im Laufe des Abends immer wieder leichtere Schauer auf, weshalb das „Lichtermeer“ zeitweise eher wie ein Meer aus Regenschirmen anmutete. Doch die Oschatzer ließen sich davon nicht beirren: Das Fest, das diesmal wieder unter der Regie der Lebenshilfe Oschatz stand, entpuppte sich am Ende als voller Erfolg. Was ob des starken Vorverkaufs aber auch keine wirkliche Überraschung war.

Musikfeuerwerk musste ausfallen

Eine kleine Enttäuschung mussten die Besucher trotzdem hinnehmen: Das angekündigte Musikfeuerwerk fiel aufgrund der hohen Waldbrandgefahr ins Wasser. Als Ausgleich ließen die Organisatoren etwas anderes ins Wasser des Rosensees fallen: Rund 40 Regenschirme, deren Inneres von Lichterketten erleuchtet wurden. Am Rande des Sees sorgten knapp 400 Kerzen für beschauliches Ambiente – vor allem in den späteren Abendstunden. Die Mitarbeiter der Lebenshilfe hatten sie in große Dosen gegossen und diese zuvor mit individuellen Zeichen, Wörtern und Namen verziert. Kein Kerzengefäß glich deshalb dem anderen.

Jessica, Lee-ann, Clara und Linda blieben bis zum Schluss, denn erst da entsprach die Party ihrem Geschmack. Quelle: Christian Neffe

Der vom Wetter getrübten Stimmung setzte aber vor allem Joe’s Company etwas entgegen. „Wir spielen gegen den Regen an!“, verkündete Frontmann Joe um 19.30 Uhr. Und so fuhr die Coverband aus Leipzig Klassiker aus dem Repertoire von Albert Hammond, Creedence Clearwater Revival, Queen oder Bon Jovi auf. Und hielt die Stimmung damit – trotz kleinerer Schauer – bis zum Schluss am Kochen. „Total cool, dass sich die Leute nicht vom Regen haben stören lassen“, resümierte Besucherin Janett Rohnstock. „Die Oschatzer waren richtig heiß auf eine Neuauflage vom Lichtermeer. Vielleicht war es ganz gut, dass es jetzt eine Weile nicht stattgefunden hat.“

Auftritt einer Vierjährigen

Peggy Waschewski und Remo Stammann waren zum 3. Mal bei Lichtermeer. Quelle: Christian Neffe

Wie heiß sie tatsächlich waren, das ließ sich sowohl am großen Andrang als auch an der Tanzfreude der Oschatzer erkennen, die spätestens mit den Songs von AC/DC ihren Höhepunkt erreichte. Das ließen sich dann auch die Metal-Fans Peggy (20) und Remo (27) nicht eingehen. Ihr Wunsch nach „mehr Stimmung“ im Vergleich zu den vergangenen Auflagen des Lichtermeers dürfte sich erfüllt haben. Nur einmal, da drosselte die Band kurzzeitig ihre Lautstärke, als die vierjährige Lana Brockhoff ins Rampenlicht trat und ihr Wunsch, einmal auf einer großen Bühne singen zu können, erfüllt wurde. Für eine Strophe von „Hänsel und Gretel“ wurde es kurzzeitig ruhig am Rosensee – bevor die Feier bis 1 Uhr nachts weiterging.

Von Christian Neffe

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