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Oschatz Reges Interesse an Wasser- und Bodenanalyse in Mügeln
Region Oschatz Reges Interesse an Wasser- und Bodenanalyse in Mügeln
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15:46 14.02.2018
Heike Schölzke von der Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie führt seit zwei Jahren Wasseranalysen durch. Quelle: Foto: Christian Neffe
Mügeln

„Wir wissen viel zu wenig über unser Wasser“, erzählt Heike Schölzke, als sie gerade eine Trinkwasserprobe mit einer Chemikalie versetzt. Mit ihrer Arbeit möchte die Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie (AfU) für mehr Klarheit sorgen.

Denn: Die immer stärkere Verunreinigung des Grund- und Trinkwasser – allem voran die steigenden Nitratwerte – bereiten gerade den Menschen in ländlichen Regionen immer größere Sorgen. Das wird am Dienstagnachmittag deutlich, als Schölzke im Bürger- und Ratssaal der Rathauses Mügeln ihre Messinstrumente auspackt und die ersten Anwohner den Saal betreten, um Wasserproben bei ihr abzugeben.

Mügelner lassen Leitungs-, Brunnen und Quellwasser prüfen

Mit einem großem Andrang hatte Schölzke aufgrund des Wetters nicht gerechnet: Im Winter halte sich das öffentliche Interesse am Angebot der AfU eher zurück, Bodenproben seien bei Bodenfrost schließlich schwer zu entnehmen.

Trotzdem ist Schölzke zwischen 14 und 15 Uhr durchgehend beschäftigt: Mehr als ein Dutzend Mügelner sind angereist, um ihr Leitungs-, Brunnen- oder Quellwasser auf dessen Trinkwasserqualität überprüfen lassen. Im Sommer hingegen würden sich stets lange Schlangen bilden, berichtet Schölzke, die seit zwei Jahren durch Sachsen, Thüringen und Brandenburg reist, um Analysen durchzuführen.

Vor Ort kann sie gegen ein geringes Entgelt den pH-Wert sowie den Nitratgehalt des Wassers testen. Alle umfangreicheren Analysen – beispielsweise auf Schwermetalle, Bakterien, Oxidierbarkeit, Chlorid, Ammonium und Gesamthärte – müssen im Labor der AfU in Mittweida getätigt werden.

Besucher werden individuell beraten

Jeden ihrer Besucher berät Schölzke deshalb individuell: Gerade bei Brunnenwasser, das schon lange nicht mehr überprüft wurde, rät sie zu einer solchen ausführlicheren Analyse. Deren Werte sollten auch unbedingt im Grundbuch vermerkt werden, wenn sich der Brunnen auf dem eigenen Grundstück befindet, sagt sie.

Zwar sei Leitungswasser das „am besten geprüfte Lebensmittel in Deutschland“, doch auch hier sollte man regelmäßig einen Check machen, wenn man das Wasser über alte Leitungen bezieht. Manche metallische Ablagerungen ließen sich zwar mit dem bloßen Auge als dünner Film auf dem Wasser erkennen, Sicherheit schafft da aber nur ein chemische Analyse.

Die AfU wird das nächste Mal am 31. Juli 2018 im Rats- und Bürgersaal des Rathauses Mügeln vor Ort sein und Proben entgegen nehmen. Weitere Termine und Informationen unter www.afu-ev.org.

Von Christian Neffe

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