Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 11 ° Sprühregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Region Oschatz: Diskussion über Tempo 80 auf Landstraßen kommt in Fahrt

Region Oschatz: Diskussion über Tempo 80 auf Landstraßen kommt in Fahrt

Das hatten wir doch schon mal: Auf dem Deutschen Verkehrsgerichtstag in Goslar, der heute zu Ende geht, wird über eine Geschwindigkeitsreduzierung auf engen, kurvenreichen Landstraßen diskutiert.

oschatz.

von frank hörügel

 

Experten plädieren für Tempo 80 auf Straßen mit weniger als sechs Meter Fahrbahnbreite. Damit soll die Zahl von aktuell 2000 Verkehrstoten pro Jahr auf deutschen Landstraßen gesenkt werden. "Um die Unfallzahlen auf Landstraßen zu senken, muss man mehr Geschwindigkeitsbeschränkungen einführen", sagt der Präsident des Verkehrsgerichtstages Kay Nehm. Zur Erinnerung: Bis zur deutschen Wiedervereinigung musste auf DDR-Landstraßen generell bei 80 der Fuß vom Gaspedal genommen werden. In der Region Oschatz ist der Vorstoß aus Goslar umstritten.

 

"Meiner Meinung nach ist das grundsätzlich ein guter Vorschlag", sagt Frank Boden. Als Vorsitzender der Verkehrswacht Oschatz und als Fahrlehrer kennt er jeden Meter auf den Straßen rund um den Collm. Bei Schulungen von Verkehrsteilnehmern, die der Oschatzer regelmäßig durchführt, ist ihm ein Kuriosum aufgefallen: "Viele Autofahrer denken, dass auf schmalen Straßen mit einer fehlenden Mittellinie nur 80 gefahren werden darf. Das ist aber laut Straßenverkehrsordnung nicht so." Grundsätzlich gelte aber bereits jetzt schon, dass das aktuelle Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde nur unter optimalen Bedingungen ausgereizt werden dürfe. Boden: "Es gilt die Sichtfahrregel, die Fahrbahn muss breit und die Situation übersichtlich sein."

 

Drei Kandidaten rund um Oschatz

 

Beim Gedanken an Landstraßen in der Region Oschatz, auf denen das Tempo gedrosselt werden sollte, fallen Frank Boden auf Anhieb drei Kandidaten ein: die Straßenabschnitte zwischen Oschatz und Naundorf, zwischen Lampersdorf und Collm oder die Verbindung von Striesa - am Hutberg vorbei - in Richtung Wermsdorfer Straße.

 

Falls es das Tempolimit 80 in die Straßenverkehrsordnung schafft, dann wünscht sich der Verkehrsexperte eine exakt formulierte Regelung. "Dann muss genau definiert sein, wo 80 und wo 100 Kilometer pro Stunde gefahren werden darf", so Boden.

 

Jan Müller hat eine gespaltene Meinung zum Tempolimit 80. "Ich halte eine generelle Regelung nicht für notwendig, auf speziellen Strecken wäre es aber schon sinnvoll", sagt der Leiter des Oschatzer Polizeireviers. Nach seinen Angaben prüft die Verkehrs-Unfallkommission des Landkreises Nordsachsen, in der auch Polizisten vertreten sind, regelmäßig gefährliche Straßen. Daraus würden die Mitglieder der Kommission dann Empfehlungen ableiten, wie die Verkehrssicherheit verbessert werden könnte. "Oschatz ist aber nicht der Knackpunkt, wo es auf schmalen Straßen oft kracht", schätzt Müller ein.

 

Straße Oschatz-Naundorf zu schmal

 

Als jahrelanger Berufskraftfahrer bringt auch Steffen Toleikis ein Für und Wider in die Diskussion zum Tempolimit 80 ein. "Aus meiner Sicht kommt es immer auf die Breite der Straße an", betont der Oschatzer. So wäre es zum Beispiel sinnvoll, die Verbindungsstraße vom Kreisel am Ortsausgang Oschatz in Richtung Naundorf mit einem Tempolimit zu versehen. "Ich habe von Anfang nicht verstanden, warum die Straße so gebaut wurde. Wenn sich hier zwei größere Fahrzeuge im Gegenverkehr befinden, wird, es sehr eng. Dass die Fahrbahn zu schmal ist, sieht man an dem zerfahrenen Randstreifen." Andererseits gebe es aber auch Landstraßen wie den Autobahnzubringer von Oschatz über Wermsdorf, wo Tempo 100 völlig in Ordnung sei. © Kommentar

Frank Hörügel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oschatz
  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

23.09.2017 - 08:57 Uhr

Der Aufsteiger schafft den ersten Heimsieg in der Oberliga und klettert in das obere Tabellendrittel.

mehr