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Oschatz Region Oschatz: Ernte in der Landwirtschaft ist unter Dach und Fach
Region Oschatz Region Oschatz: Ernte in der Landwirtschaft ist unter Dach und Fach
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00:20 21.08.2017
Die Ernte des Winterweizens ist in den landwirtschaftlichen Unternehmen der Region abgeschlossen. Quelle: Andreas Döring
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Naundorf/Nasenberg

Die Erntearbeiten auf den Feldern der Region sind jetzt so gut wie abgeschlossen. „Am Dienstag sind wir mit der Ernte des Winterweizens fertig geworden. Ein paar Ballen Stroh sind noch zu bergen. Nahtlos gehen die Arbeiten dann über in die Stoppelbearbeitung und Vorbereitung der Herbstbestellung“, sagt Roland Paul, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Naundorf/Niedergoseln. So soll mit der Rapsbestellung nach dem 20. August begonnen werden.

Hoffen auf bessere Preise

Zuvor sei allerdings noch das Abernten der Wiesen zur Silagebereitung zu organisieren. „Das Ernteergebnis ist recht ordentlich, sowohl von der Menge als auch von der Qualität her. Die Ernte ist aber erst endgültig abgeschlossen, wenn das Getreide vermarktet ist. Hier hoffen wir zukünftig auf Aktivitäten am Markt, die sowohl Bedarf als auch entsprechende Preise signalisieren“, setzt Paul auf bessere Konditionen. Deshalb sei ein Großteil der Ernte zunächst eingelagert worden. Etwa 6400 Tonnen Winterweizen holte das Naundorfer Unternehmen von den Feldern.

Jetzt hofft Paul auf schöneres Wetter mit möglichst viel Sonnenschein, bevor dann die Hopfenernte in Angriff genommen werden kann. „Es deutet sich an, dass zwei der insgesamt vier angebauten Sorten voraussichtlich Ende August erntereif sind“, schätzt der Vorstandsvorsitzende.

Auch bei Landwirtin Andrea Reinhardt aus Nasenberg ist die Ernte seit Dienstag unter Dach und Fach. Das betrifft den Winterweizen, den Raps und die Gerste. Über Erntemengen kann die Unternehmerin allerdings noch nichts sagen, da zunächst alles zügig in die Scheune zur Einlagerung gefahren worden sei. „Wir haben durchschnittliche Erträge. Es ist kein bombiges Jahr, da uns die Witterung in diesem Jahr mehr in die Quere kam.“ Auch die Nasenbergerin hofft, dass sich die Preise endlich mal in die richtige Richtung bewegten – also steigen. „Jetzt sind wir bei der Stoppelbearbeitung, damit die nächste Saat wieder raus kann.“ Der Raps müsse bald wieder gedrillt werden. Während der Ernte sei ansonsten alles zur Zufriedenheit gelaufen. Der Mähdrescher habe durchgehalten.

Auch bei den Kartoffeln habe Reinhardt ein gutes Gefühl. Allerdings seien diese nur auf einem Hektar angebaut worden. Die Vermarktung soll ausschließlich im eigenen Hofladen erfolgen. „Der Ertrag ist recht gut, aber wir müssen sehen, dass auch die Qualität stimmt. Ab nächster Woche beginnt der Verkauf von Frühkartoffeln. „Wir roden nur so viel, wie auch verkauft wird. Bei den Einkellerungskartoffeln wird dann im September alles gerodet“, informiert die Landwirtin.

Wetter bleibt weiterhin launisch

Unterdessen bringt das launische Wetter am Wochenende landesweit niedrigere Temperaturen. „Der Sommer scheint in diesem Jahr nur begrenzte Sonnen-Kapazitäten für uns übrig zu haben“, schätzt Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline, ein. Er rechnet mit Höchsttemperaturen von rund 20 Grad Celsius sowie mit Schauern und Gewittern. Wie sich das Wetter in der kommenden Woche entwickelt, sei noch nicht absehbar. Denn mehrere Tiefs kämpfen mit dem Azorenhoch über dem Nordatlantik um die Vorherrschaft. „So sind etwa mehrere komplett trockene Tage sowie weiteres Regenwetter möglich“, möchte sich Habel nicht festlegen.

Von Heinz Großnick

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