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Region Oschatz: Kalter Frühling lässt Brutvögel um Nachwuchs zittern

Natur Region Oschatz: Kalter Frühling lässt Brutvögel um Nachwuchs zittern

Vogel-Experte Edwin Bendrin befürchtet, dass die Brutvögel in der Region Oschatz in diesem Jahr weniger Nachwuchs zur Welt bringen. Grund dafür ist die lang anhaltende Kältewelle in diesem Frühjahr.

Der Amselnachwuchs kommt in diesem Jahr später und weniger zahlreich zur Welt.

Quelle: privat

Oschatz. Für viele Vögel ist jetzt Brutzeit. Sie nisten nicht nur in den Wäldern, wie der Dahlener Heide, die eine große Artenvielfalt beinhaltet, sondern auch in den Hecken am Gartenzaun oder an stark befahrenen Straßen. OAZ sprach mit dem Vogel-Experten Edwin Bendrin über die Brutzeit der Tiere.

Wie weit sind die verschiedenen Vogelarten aktuell mit ihrer Brut?

Einige fangen jetzt erst an, andere sind schon fertig. Gerade bei den Standvögeln wie Amseln und Sperlinge, aber auch bei einigen Wasservögeln wie den Graugänsen sind schon Küken unterwegs. Bei den meisten Zugvögeln fängt die Brutzeit jetzt erst an.

Ist es die richtige Zeit für die Vögel?

Durch die lang anhaltenden kalten Tage in diesem Jahr haben einige Vogelarten erst später angefangen zu brüten. Durch die kühlen Temperaturen ist die Befruchtungsrate auch gering.

Worauf sollen die Menschen in dieser Jahreszeit achten?

Sie sollten nicht unkontrolliert über Brachflächen laufen, da sich dort Bodenbrüter befinden können. Die Leute sollten jetzt nicht damit beginnen, ihre Hecken zu schneiden und sich erst ab Mitte August diese Arbeiten vornehmen. Und wenn es doch unbedingt sein muss, sollen sie wenigstens genau nachsehen, dass sich keine Nester darin befinden.

Zudem sollen die Hunde an der Leine geführt werden, da die Vierbeiner die Vögel bei der Brut stören können.

Wenn ein Hund einen Bodenbrüter erschreckt hat, kehrt dieser dann nicht wieder zu seinem Nest zurück?

Teils, teils. Ältere Vögel, die bereits einige Male gebrütet haben, kehren zu ihren Eiern zurück. Doch gerade die Vögel, die zum ersten Mal brüten, verlassen dann das Gelege. Jedes Tier muss das erst einmal lernen.

Ist es nicht so, dass Vögel Lärm meiden?

Nicht unbedingt. Jedes Tier gewöhnt sich an seine Umgebung. Manchmal gibt es gerade an lauten Orten wie Truppenübungsplätzen die größte Artenvielfalt. Solange das Nest nicht regelmäßig direkt gestört wird, gibt es hier keine Schwierigkeiten.

Welche Gefahren neben dem Menschen und dessen vierbeinigen Gefährten gibt es für die Vogeleier?

Hier sind es vor allem die Raubtiere, aber auch die Elstern, die sich die Vogeleier und Jungtiere gerne schmecken lassen.

Haben die Vögel, deren Nester geplündert wurden, dann keine Chance mehr, in diesem Jahr Küken zu bekommen?

Wenn es nicht zu spät ist, gibt es bei vielen Vogelarten ein Nachgelege. Zudem gibt es Vögel, die mehr als einmal im Jahr brüten.

Warum ist das so?

Zum Beispiel Amseln, Finken oder Meisen brüten zwei- bis dreimal im Jahr, weil die Brutzeit nur zwei bis drei Wochen beträgt und die Jungvögel zeitig ausfliegen. Andere Arten, wie Störche, Greifvögel oder Kraniche, haben nur ein Gelege im Jahr, weil sie eine längere Nestlingszeit haben. Dann ist eine zweite Brut nicht mehr möglich.

Interview: Kristin Engel

Von Kristin Engel

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