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Oschatz Region Oschatz: Nach Tod seines Herrchens neues Glück für Labrador-Mischling Alex
Region Oschatz Region Oschatz: Nach Tod seines Herrchens neues Glück für Labrador-Mischling Alex
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00:19 16.06.2017
Der Labrador-Mischling Alex hat bei der Berliner Familie Kluge ein neues Zuhause. Quelle: Foto: Kristin Engel
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Region Oschatz/Leisnig

Vor einiger Zeit berichtete die OAZ über die beiden Senioren Strolchi und Alex. Bei ihnen handelte es sich um Hunde, die aufgrund des Todes ihres Herrchens in das Tierheim Leisnig kamen. „Für Hunde ist der Verlust seines Menschen sehr schlimm. Ein zurückgebliebener Vierbeiner leidet manchmal bis zur Selbstaufgabe, bis zum Tod“, spricht Silke Pfumfel, Mitarbeiterin des Tierheims, aus Erfahrung.

So hat es auch eine ganze Zeit gedauert, die fast zur selben Zeit im Tierheim angekommenen Vierbeiner aus ihrer Trauer zu reißen. Nicht alleine die Pfleger, sondern auch den beiden Hunden gelang es gegenseitig, sich aus diesem Loch zu befreien. So wurden die zehnjährigen Senioren bald beste Freunde. Zum Glück für Dackelmischling Strolchi fand dieser bald ein neues, liebevolles Zuhause.

Doch für den Labradormischling Alex, der aus der Region Oschatz stammt, bedeutete die Trennung von seinem Gefährten erneuten Kummer. Umso dankbarer sind die Mitarbeiter des Tierheims Leisnig nun, dass auch Alex von einer lieben Familie aufgenommen wurde. In der monatlich erscheinenden Zeitschrift „Der Tierschutz-Bote“ des Tierschutzvereins „Tiernothilfe“ Leisnig und Umgebung berichtete das neue Herrchen aus Berlin über diese Begegnung. Denn die Frage nach Züchter oder Tierheim hat sich für die Familie nie gestellt. „Fast alle Hunde und Katzen, die ihr Leben oder auch Lebensabschnitt mit uns geteilt haben, sind aus dem Tierheim zu uns gekommen“, schrieb Patrick Kluge. Er widerspricht der verbreiteten Annahme, dass man ein junges Tier bevorzugen sollte, da es sich so einfacher an die eigenen Lebensumstände anpasst. Familie Kluge habe gänzlich andere Erfahrungen gemacht. Sie hätten über die Jahre bereits sechs Katzen und drei Hunden aufgenommen. „Nie – wirklich ausnahmslos – wurden die anfänglichen Bedenken bestätigt. Vielmehr hatte man das Gefühl, dass jeder einzelne unserer Hunde bemüht war, sich mit uns zu arrangieren, uns glücklich zu machen und von uns dafür die Zuneigung zu bekommen, die ihm zusteht.“

Doch wie sieht es nun mit Labradormischling Alex aus? „Unter der nötigen Vorsicht und klaren Regelungen für Hund und Kinder, stellte sich der einzigartige Charakter von Alex heraus, der im Umgang mit den Kindern einfach klasse ist. Der Bezug zu uns scheint nach wenigen Wochen bereits so intensiv, als wenn man die letzten zehn Jahre miteinander verbracht hätte“, so Patrick Kluge. Es gibt bei der Familie keine Sorgen wegen Alex. Nur die, dass die gemeinsame Zeit mit dem alten Tier wahrscheinlich nicht lang sein wird. „Alex bereichert unser Leben jedoch so sehr, dass wir die gemeinsame Zeit – und ist sie noch so kurz – nicht missen wollen und wir sind dankbar dafür.“ Dank gelte auch dem Tierschutzverein Leisnig, der die Familie mit Alex zusammengebracht hat.

Von kristin engel

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