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Reise nach Brasilien

Reise nach Brasilien

Im Jahr 1925 wurde die Firma in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Die Geschäftsführung übernahmen Hermann Bock sen. und sein Schwiegersohn, der Kaufmann Albert Reinhard Pflaume, der erfolgreich die Großkunden betreute.

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Vor den Garagen in der Rosmarinstraße hat der neue Firmen-Fuhrpark Aufstellung genommen (um 1929).

Quelle: Privat

Im gleichen Jahr richtete man auf dem Hof des Grundstückes Neumarkt 12 in einem neuen Anbau eine Rösterei ein und rüstete sie mit einer modernen Röstmaschine, dem Gothotschen Schnellröster, aus. Für den Kaffeehandel bestand im Hamburger Hafen ein firmeneigenes Zolltransitlager.

 

Noch im Alter von 66 Jahren unternahm der Seniorchef auf Einladung des Vereines der Kaffee-Großröster und -händler in Hamburg Anfang des Jahres 1927 eine zweimonatige Studienreise nach Brasilien, in das Mutterland des Kaffeeanbaus. Sie führte ihn nach Rio de Janeiro, Sao Paulo und Santos. Über diese Reise hat er eine kleine Broschüre mit dem Titel "Reise nach Brasilien" verfasst.

 

Die beiden Söhne, Hermann jun. und Heinz Bock erhielten inzwischen eine Ausbildung, wie konnte es anders sein, natürlich auch als Kaufmann. Mein Vater, Heinz Bock, hat in Olbemhau gelernt, war Volontär bei der Leipziger Kaffee-Großhandlung K.-O. Becker an der Thomaskirche und bei dem Hamburger Spediteur F.-R. Meier Sohn. Nach abgeschlossener Ausbildung haben beide Söhne im väterlichen Geschäft gearbeitet.

 

Im Jahre 1929 konnte die Firma Hermann Bock Kommanditgesellschaft Oschatz ihr 40-jähriges Geschäftsjubiläum begehen. Die Bezeichnung "Der gute Bock-Kaffee" war bereits zum Markenzeichen geworden. Aus Anlass des Jubiläums würdigten Geschäftsfreunde das Wirken der Firma und ihres Seniorchefs mit der Herausgabe einer kleinen Broschüre.

 

Inzwischen hatte die Ausweitung des Geschäftsverkehrs und des Engroshandels die Anschaffung eines Lastkraftwagens und zweier Personenkraftwagen erforderlich gemacht. Dafür wurden auf der Rückseite des Grundstückes Neumarkt 12, im Gebäude Rosmarinstraße 27, zwei Garagen mit einer Tankstelle gebaut. Auf dem Hof des gleichen Grundstückes entstand ein weiteres Lagergebäude. Letztendlich wurde am 12. Dezember 1930 das Eckgrundstück Seminarstraße 3/Ecke Rosmarinstraße (heute Kosmetiksalon Knabe) für Zwecke des Engroshandels erworben. Damit verfügte die Firma über einen zusammenhängenden und in sich verbundenen Gebäudekomplex von drei Grundstücken am Neumarkt 12/Rosmarinstraße 27 sowie in der Seminarstraße 1 und 3. Alle vier Familien Bock und Pflaume bewohnten beide Häuser am Neumarkt 12 und Seminarstraße 1.

 

In den 1930er Jahren ließ sich der älteste Sohn, Hermann jun. ein schönes Einfamilienhaus auf dem Grundstück Altoschatzer Straße 26 bauen. Das kinderlos gebliebene Ehepaar Pflaume erwarb im Jahr 1934 ein Anwesen in der Flur Blumenberg südlich des Wasserturmes mit dem Lindsee als Mittelpunkt.

 

Auf einer der beiden Inseln wurde ein kleines Holzhaus errichtet, das nach dem Kriegsende durch Brandstiftung zerstört worden ist. Der Lindsee war ein fischreiches Gewässer, das mittels Windturbine mit Grundwasser gespeist wurde. Das Grundstück wurde im Jahr 1953 an den Verband der Fischwirtschafts-Genossenschaften des Bezirks Leipzig verpachtet und durch den Deutschen Anglerverband genutzt. Am 18. August 1961 erwarb der Rat der Stadt Oschatz das Grundstück. Fortsetzung folgt Peter Bock

Peter Bock

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