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Rette sich, wer kann: Feuerwehr birgt Hausmeister aus Mügelner Grundschule

Rette sich, wer kann: Feuerwehr birgt Hausmeister aus Mügelner Grundschule

Angst einflößend waren die "Rauchschwaden" nicht, die gestern, genau um 10.45 Uhr aus dem Obergeschoss der Grundschule "Tintenklecks" waberten - für Erwachsene.

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Patrick Weißbach, einziger "Vermisster" beim "Brand" in der Grundschule, ist wieder an der frischen Luft. Die Kameraden der Mügelner Wehr haben ihn unter Atemschutz gesucht und gerettet.

Quelle: Dirk Hunger

Mügeln. Von Axel Kaminski

Auf einige jungen Mügelner wirkten sie jedoch anders. Tatsächlich sollen ein paar Tränen gekullert sein, "weil unsere schöne Schule brennt".

Bei den meisten Schülern überwog die Aufregung über diese unverhoffte Unterbrechung des Unterrichts und die Spannung darauf, was nun passieren würde. Kurz nach dem Alarm in der Schule gingen schließlich die Sirenen in der Stadt, so dass doch gleich die Feuerwehr anrücken musste.

Nach dem Anruf der Schulsekretärin Ivonne Franke hatte die Rettungsleitstelle Delitzsch die Mügelner Wehren wegen einer "unklaren Rauchentwicklung mit einer eingeschlossenen Person" zur Grundschule geschickt. Ihr sei die Zeit, die verging, bis sie beim Notruf jemanden am anderen Ende der Leitung hatte, lang vorgekommen, meinte Ivonne Franke. Über eine Minute habe sie die Bandansage gehört, die sie aufforderte, in der Leitung zu bleiben und zu warten.

"Eine solche Evakuierung muss aller drei Jahre geprobt werden", erläuterte Schulleiterin Konstanze Hartmann. Zum letzten Mal war das am 26. März 2013 der Fall, übrigens ebenfalls 10.45 Uhr. Die Feuerwehr nutze die Gelegenheit, um ihre Einsatzbereitschaft zu testen. Die Lehrer hätten von dieser Übung gewusst - deshalb musste gestern Vormittag auch keine Klassenarbeit oder Leistungskontrolle unterbrochen werden.

Keine zwei Minuten waren vergangen, als alle 105 Schüler sowie die acht Lehrerinnen und die Küchenfrau das Schulhaus verlassen und sich vor dem Schulhof, in der Straße des Friedens, gesammelt hatten. Eines hat sich bei solchen Probealarmen nicht geändert: Die Lehrer müssen prüfen, ob die Schüler vollzählig sind und das Klassenbuch in Sicherheit bringen. Beides hat tadellos funktioniert. Auf dem Sammelplatz fehlte kurz vor 11 Uhr nur Hausmeister Patrick Weißbach. Er hatte die Nebelmaschine in Gang gesetzt und war gleichzeitig die vermisste Person, die von den Kameraden der Feuerwehr zu finden und zu retten war.

Zehn Minuten nachdem in der Schule der Alarm ging, traf das Löschfahrzeug der Mügelner Feuerwehr als erstes Einsatzfahrzeug an der Schule ein. Zwei Kameraden verließen es schon in fast kompletter Montur für den Einsatz unter Atemschutz. Zu diesem Zeitpunkt schildert Konstanze Hartmann dem Einsatzleiter Ingo Fischer die Lage.

Im Minutentakt trafen die nächsten Fahrzeuge ein, zunächst die Tragkraftspritzenfahrzeuge der Ortswehren Schweta und Niedergoseln. Am Ende waren um 11.02 Uhr 21 Einsatzkräfte mit sieben Fahrzeugen vor Ort.

Neben den beiden Kameraden, die unter Atemschutz nach dem Vermissten suchten, standen dem Einsatzleiter zwei weitere Trupps mit dieser Ausrüstung zur Verfügung. Sie kamen nicht mehr zum Einsatz, weil es nicht wirklich brannte, die Nebelmaschine nicht im ganzen Schulhaus für schlechte Sicht sorgte und deshalb der Hausmeister schnell gefunden war.

Einsatzleiter Ingo Fischer war mit dem Ablauf der Übung und der Einsatzbereitschaft der Wehren zu dieser Tageszeit zufrieden. Lediglich die Tatsache, dass vor drei Jahren noch 33 Kameraden zur Verfügung standen, gab ihm zu denken. © Kommentar

Aus der Oschatzer Allgemeinen Zeitung vom 15.09.2015

Axel Kaminski

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